Kolumne in der SUPERillu: "... und was ein Politiker dazu sagt"

Kommentar schreiben

Kommentare: 39
  • #1

    Fritz Schaarschmidt (Montag, 24 Juli 2017 17:05)

    Sehr geehrter Herr Vaatz, Ihre Gedanken und Sprüche kommen sicher nicht aus dem Kopf eines ehemaligen politischen Häftlings der SED-Diktatur... Denn dann wüßten Sie es besser: diese Regierungen seit der Wiedervereinigung brauchten z.B. bis 2007, ehe die "Zulagen" für Ihren Personenkreis unter "Bedingungen" genehmigt wurden. Was Sie total übersehen und falsch darstellen, alle "Antragsteller auf ständige Ausreise" wurden ebenfalls inhaftiert oder standen kurz davor. Sie und unsere widerständigen Bürger des Unrechtsstaates D-D-R haben die Dominosteine aufgestellt, die zum Untergang der SED-Diktatur führten. Wären wir nicht gewesen, hätte das DDR-Volk erst später mit Friedensgebeten angefangen und eine "friedliche Revolution" hätte blutig enden können. Wie würde es Ihnen und anderen Bürgerrechtlern heute gehen, gäbe es die DDR noch...
    Wenn Sie sich zur Rentenproblematik unserer Jahrgänge ab 1937 kundig machen wollen, dann reden Sie mit dem Vorstand unseres Vereins IEDF.de oder auch mit der VOS. Noch besser wäre es, sie würden an unserer nächsten DEMO der von der Regierung betrogenen Rentner in Berlin teilnehmen !
    Und übrigens, unsere Eltern halfen uns nach Kräften bei unserem gesetzwidrigen "Verlangen auf ständige Ausreise". Diese Anträge stellten wir wegen der Zukunft unserer Kinder, die sollten nicht unter Honecker, Mielke & Co ihr Leben fristen. Wir wollten frei sein und sind nicht ausgereist wegen Bananen oder modernen Autos...
    Machen Sie sich schlau, wir Flüchtlinge und Übersiedler ab Geburtsjahr 1937 haben einen Anspruch auf FRG-Rente ! Für unsere DDR-Erwerbsjahre bekommen wir 0,6 Entgeltpunkte, wir leben durch die Machenschaften der etablierten Parteien in Altersarmut, während die Beitrittsbürger mit Tabellen höher bewertet werden und heute schon sehr oft viel mehr Rente kassieren, als ein Bürger der alten BRD.
    Dem gegenüber leben die schuldigen, nie bestraften Systemträger der SED-Diktatur in Saus und Braus, dieser "Personenkreis" erhielt lt. Urteil hohe Renten und Pensionen und Nachzahlungen...
    Das alles passiert in einem Rechtsstaat, kommen Ihnen da nicht berechtigte Zweifel ?!
    Freundliche Grüße

  • #2

    Karin Bußler (Montag, 24 Juli 2017 20:17)

    Herr Vaatz,
    sie haben meines Wissens von Betroffenen genügend Einsicht in die Materie des begangenen Rechtsbruches an den Flüchtlingen, Ausgereisten und ehemaligen politischen Häftlingen bekommen. Als Abgeordneter des Bundestages erwarte ich von Ihnen, dass Sie, bevor Sie sich zur Sache äußern, auch verstanden haben. Ihre Aussagen zeugen nicht nur von Unkenntnis, sondern Sie verleugnen auch noch die Geschichte. Gerade Sie als ebenfalls politischer Häftling lassen mich fassungslos zurück. Ich muss mich schon fragen, wofür saßen Sie eigentlich im Stasiknast? Haben Sie genau so an den Rechtsstaat Bundesrepublik geglaubt wie ich und sich auf die Gesetzestreue verlassen? Sie verkörpern heute diesen Staat nicht mehr, Sie wären heute ganz gut in der Volkskammer aufgehoben.
    Noch etwas zur Erinnerung, wir Flüchtlinge haben mit 200 Mark den Start ins bundesdeutsche Leben begonnen und. für Rücklagen bzgl. Altersvorsorge war nicht eine Mark übrig, denn es musste ein neuer Hausstand her und für ein Kind das Studium finanziert werden. Urlaube und etc. waren schlichtweg Utopie und manchmal habe ich traurig auf meine Landsleute aus dem Osten geschaut, denn die konnten das gleich nach der Wende. Neidisch war ich nicht, nur habe ich mich gefragt, wofür habe ich eigentlich meinen Kopf hingehalten?
    Wenn Sie schon das Verfassungsgericht bemühen dann tun Sie nicht so, als gebe es ein Urteil. Die Klage wurde nicht angenommen. Das wirft ein Licht auf die politischen Unzulänglichkeiten in diesem Land und Sie machen da mit.
    Die freundlichen Grüße spare ich mir.

  • #3

    Dr. Wolfgang Mayer (Dienstag, 25 Juli 2017 14:16)

    Guten Tag, Herr Vaatz,

    zu Ihrer aktuellen Kolumne folgendes:
    „Es gehört zu dem erreichten Stand europäischer Rechtstradition, dass Gesetze nicht rückwirkend zum Nachteil Betroffener geändert werden dürfen“, äußerte Ihr Parteifreund und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble, CDU, am 23.11.2012 vor dem Bundesrat, um sich schließlich mit der Einlassung „Wir wären schöne Lumpen, wenn wir unsere Versprechen [...] nicht halten würden“ festzulegen – nachzulesen u.a. in der „Welt“ vom 26.1.2014, ausgerechnet unter dem Titel „Schäuble verteidigt Wohltaten für Ältere“. Zugegeben, der Artikel gilt nicht uns, sondern Müttern, deren Kinder vor 1992 geboren sind.

    Was wir wollen, sind keine „Wohltaten“, verehrter Herr Vaatz; wir möchten einfach nur das, was uns zusteht. Dass die verantwortlichen Parlamentarier zu ihrem Wort stehen und geltendes Recht einhalten, setzen wir voraus!

    Doch was Sie zum Rentenbetrug an den DDR-Altübersiedlern sagen, offenbart, dass Ihnen entscheidende Informationen zu dieser Thematik fehlen resp. Sie diese bewusst ausblenden. Man muss nicht Mathematiker sein, um zu errechnen, dass hier wesentlich mehr an Unrecht geschehen ist als nur eine Manipulation! Insbesondere Ihr Spruch, das Bundesverfassungsgericht habe uns - den Klägern - „die kalte Schulter gezeigt“, lässt einen fassungslos mit dem Kopfe schütteln. Ihnen, d.h. den ignoranten Politikern in Ihren Reihen ist doch die kalte Schulter gezeigt worden, indem es die Beschwerde gar nicht erst zur Prüfung annahm, weil es sich in der Sache um eine politische Entscheidung und keine juristische handle.

    Zum Verfassungsbruch nach Grundgesetz, Artikel 14 (Gewährleistung von Eigentum): Der verdienstvolle Rentenexperte der SPD, Ottmar Schreiner, bemühte gar einen Vergleich mit dem Dritten Reich, indem er sagte, dass es „in der deutschen Rechts- und in der deutschen Sozialgeschichte nur einen einzigen solchen Fall gegeben“ habe: „Das war die Kürzung der Rentenanwartschaften von deutschen Juden nach 1933.“ (Vgl. hierzu Deutscher Bundestag, 12. Wahlperiode, 35. Sitzung am 21. Juni 1991, Protokoll, Seite 2961)

    Im Übrigen wurde und wird man als DDR-Übersiedler nicht das Gefühl los, dass sich die Bundesregierung ungezählte Berater aus alten SED-Kadern, also aus Täterkreisen, zusammengesucht hat! Einige dieser Leute, die in den verschiedenen Ministerien und Behörden wie der DRV Bund herumschwirren, kennt man inzwischen namentlich.

    Sie, Herr Vaatz, bitte ich dringend, sich noch einmal tiefgründig mit dem vorliegenden Sachverhalt zu befassen. Vielen Dank.

  • #4

    Bernd Linde (Dienstag, 25 Juli 2017 15:30)

    Geehrter Herr Vaatz,

    mit Interesse habe ich Ihren Beitrag in der „Kolumne der SUPERillu: …und was ein Politiker dazu sagt“ vom 20.07.2017 gelesen.
    Gestatten Sie mir bitte einige Anmerkungen dazu.
    Zu der von Ihnen als ungerechtfertigt postulierten „Rentenwut einstiger DDR-Flüchtlingen“, erklären Sie, warum Sie das so sehen.

    Zu Ihrem CV habe ich, bevor ich zu meinen Anmerkungen zu Ihrer Kolumne komme, noch ein paar Fragen:
    1974 Abitur erhalten
    1981 Diplom-Mathematiker in Dresden, danach Tätigkeit im Chemieanlagenbau - ich habe Chemische Verfahrenstechnik an der TH Merseburg studiert, für einen Mathematiker waren Sie im Chemieanlagenbau tätig?
    1982 bis 1983 Haft wegen Reservedienstverweigerung und Zwangsarbeit im Stahlwerk: ist die „Reservedienstverweigerung“ ihre „politische Verfolgung zur DDR-Zeit“? 
Ich mußte in zwei Sommermonaten während der Semesterferien jeweils ca. 3 (bis 4?) Wochen Ausbildung bei der NVA in Sachsen oder Thüringen erbringen, dafür musste man nach Beendigung des Studiums nicht zum NVA-Wehrdienst - Sie hatten demnach den NVA-Reservedienst verweigert und danach einen mehrjährigen „NVA-Dienst“, zum Beispiel als „Grenzer“?
    Ihre Biographie endet 1983-1989, da traten Sie dem „Neuen Forum“ bei, was taten sie in den Jahren zwischen 1984 bis 1988?
    Konnten Sie einen Beitritt zu einer DDR-Partei (SED, Ost-CDU, etc.) vermeiden? - ich konnte das, obwohl ich als Fondbeauftragter im Zentralinstitut für Information und Dokumentation (ZIID) in Ost-Berlin tätig war.
    ich war in den Jahren 1987-1988 Ansprechpartner der „Initiative Frieden und Menschenrechte (IFM)“ in Ost-Berlin, eine der Bürgerbewegungen in der DDR, die die Wende und friedliche Revolution wesentlich mitprägten.
Haben Sie, Herr Vaatz, an irgendeiner der DDR-Bürgerbewegungen mitgewirkt? Ich wurde übrigens mit meiner Frau und vier Kindern innerhalb von 3 Tagen aus der DDR ausgewiesen. 



Nun zu Ihrer Kolumne.

    Die von Ihnen hier postulierte „Rentenwut einstiger DDR-Flüchtlinge“, die Sie für ungerechtfertigt sehen, ist der bislang (gestatten Sie mir bitte) dümmste Kommentar, den Sie in Ihrer Kolumne bisher verwendet haben.
    Ihre Geschichten „Im Segelboot aus der DDR über die Ostsee“ oder „durch die Donau schwimmend nach Jugoslawien“ waren ja „unnötig“ - „der Westen war generös, auch in Sachen Rente“! Es geht noch weiter:
    „Die Flüchtlinge erhielten eine fiktive Rentenbiografie“, diese verschaffte Ihnen die Rentenpunkte, die sie „Pi mal Daumen erhalten hätten, wenn sie bis dahin im Westen gearbeitet hätten.“ Jetzt kommt’s noch schlimmer: „So lautete das Fremdrechtenrecht“. Noch schlimmer: „Ein Provisorium zwar, denn andererseits war die Wiedervereinigung Verfassungsziel; käme diese, wäre einen neu Regelung fällig, das war klar.“ Doch:
    „Dann fiel die Mauer“, und damit, das meint Herr Vaatz, das „Rentenprivileg der DDR-Flüchtlinge“.
    Danach erklären Sie den Unmündigen, das man auf den Konsum verzichten sollte, um etwas „für das Alter zu investieren“, wenn man die FRZ „wohlwollend vom DDR-Regime“ nicht annahm (da man wusste, das dieses Geld vom Staat dringend gebraucht wurde!), wird das Risiko zur Realität, da „sollte man nicht klagen“ - aber man tut es natürlich. Bis zum Verfassungsgericht - dieses hat den Klägern die kalte Schulter gezeigt - richtigerweise.“ Falsch: die Klage wurde aufgrund von Formfehlern nicht angenommen!
    Ich glaube es nicht: Herr Vaatz informiert, „das es nicht geradezu peinlich (sei), die höhere Fremdrente als Belohnung für widerständiges Verhalten einzufordern“!
    Alle Parteien der Bundesrepublik, die jeweils zeitweise in der Opposition waren, unterstützten die Forderungen zur Anwendung des Fremdrentengesetzes. In Regierungsverantwortung angekommen, sahen diese Volksvertreter es nunmehr anders. Die Amtsträger der DDR konnten ihre zusätzlichen Bezüge in die Demokratie retten.

    Wenn Sie Informationen für ein „widerständiges Verhalten" benötigen, möchte ich Sie auf die Zeitschrift „der Stacheldraht - für Freiheit, Recht und Demokratie“ sowie auf ein Variete von Menschenrechtsorganisationen hinweisen, die, zum Beispiel in Polen und Ungarn, für ein „widerständiges Verhalten“ auf die Straßen gehen.
    Herr Vaatz, ich nehme Ihnen nicht ab, das Sie eine Freiheit in der Bundesrepublik Deutschland als Belohnung verstanden haben.

    Gruß aus Köln,

    B. Linde

    PS: wer liesst eigentlich die „SUPERillu“?

  • #5

    Thomas Rudolph (Dienstag, 25 Juli 2017 15:40)

    Sehr geehrter Herr Vaatz, auch ich habe mir am 20.Juli die SUPERillu gekauft, um über unsere Demo vom 22.Juni in Berlin, an der ich nicht teilnehmen konnte, etwas zu erfahren. Als ich dann, die Kolumne eines CDU-Politiker lass, ist mir der Blutdruck in die Höhe geschnallt, und ich konnte mich nicht mehr so schnell beruhigen. Nun gut wir haben ja schließlich Pressefreiheit, und es ist gut so, dann können wir uns vorstellen welche Meinung die CDU (die ich auch immer wählte) über uns, die die sich aus der DDR befreiten Bürger haben. Natürlich können wir nicht so eine Partei wählen, die unseren Mut und unseren Kampf gegen das kommunistische DDR- Regime so zusagen verachtet.
    Noch was die FZR anbelangt: Im Jahre 1971, ich war 19 Jahre Alt, kamen zwei angestellte der Firma auf die Baustelle (ich arbeitete als Stahlbaumonteur) um uns die FZR schmackhaft zumachen, meine Frage war: was geschieht mit dem Eingezahlten Betrag? Wo wird das Geld angelegt und wenn der Staat pleite ist? Ich habe keine Antwort erhalten, nur Böse Blicke.
    1979 haben ich eine Familie gegründet, meine Frau und unsere Tochter haben, dann nach langen Kampf eine Unterkunft (IW79) erhalten. Die Lebenslage in der Ostzone spitzte sich immer mehr zu, die Mangelwirtschaft machte sich nicht nur bei dem Konsumenten bemerkbar sondern auch schon lange in der Wirtschaft. Meine Frau und ich beschlossen nun , dass wir dieses Kommunistische Regime unbedingt verlassen müssen, hier ein weiteres Kind zu bekommen wäre unverantwortlich, wir haben hier keine Zukunft, wo auch wir hingekommen sind bei Behörden, nur Betonköpfe, knallharte Kommunisten war undenkbar, dass es sich hier was entert. Also haben wir die Ausreise in die Bundesrepublik Deutschland beantragt, die uns nach mehreren Schikane durch dem Regime nach drei Jahren genehmigt wurde. Wir haben alles zurückgelassen, unsere Ersparnisse haben wir 1:7,5 von Ost- in West Mark eingetauscht. Hier in der Bundesrepublik Deutschland haben wir hart gearbeitet und konnten unseren Lebenstraum erfüllen, Eigentum, Reisen, Hobbys. Wir waren nie Arbeitslos, haben uns immer selbst um Arbeit gekümmert und Steuern gezahlt. Heute bekommen wir weniger Rente als die Rentner in Ostdeutschland, die sich über ihrer Zukunft in der damaligen DDR keine Gedanken gemacht haben.

    Freundliche Grüße

  • #6

    Edda Sperling (Dienstag, 25 Juli 2017 18:02)

    Sehr geehrter Herr Vaatz, ich bin entsetzt nachdem ich ihren Beitrag in der Super Ilu über die Demo vom 22. Juni 2017 gelesen habe, einen persönlichen Kommentar erspare ich mir, denn auf so ein Niveau begebe ich mich nicht mit ihnen. Sie vergessen leider in ihrer Aufzählung die politischen Häftlinge in den Zuchthäusern der SED Diktatur, die nach Richtlinie 1/76 von Mielke behandelt wurden(!) Sie sollten sich mal die Rede von Christian Wulff ehemaliger Bundespräsident a.D in der Hölle von Hoheneck 2011 anhören, was er fordert für die Opfer der 2. Diktatur auf deutschem Boden. Sie hocken da als sogenannter "Bürgerrechtler" im Parlament und demütigen die politischen Häftlinge, dass muss öffentlich diskutiert werden. Im übrigen bin ich inhaftiert worden, weil ich mich aus die KSZE Konferenz von 1975 in Helsinki berufen habe und in Freiheit leben wollte.

  • #7

    Frank Hiob (Dienstag, 25 Juli 2017 18:09)

    Herr Vaatz, als Kamerad spreche ich Sie nicht an. Was verstehen Sie unter einem Bürgerrechtler? Wie Sie sich zu erkennen geben, werden Sie diese Frage nicht beantworten, weil Sie es nicht wissen. Was ich von Ihnen halte und Ihrer Kolumne, schreibe ich Ihnen lieber nicht. Ich müsste Sie beleidigen, was ich liebend gern tun würde, aber so werde ich mich einer Meinung anschließen, die da sagt, dass die CDU nicht mehr wählbar ist. Herr Vaatz, ich hätte Ihnen noch so viel zu schreiben, ich lasse es aber, denn Sie ekeln mich an!!! Feank Hiob

  • #8

    Peter Kämpfe (Dienstag, 25 Juli 2017 18:57)

    Herr Vaatz,

    mit Blick auf den Inhalt Ihrer Kolumne in der Ausgabe Nr. 30/2017 der SUPERillu muss ich gestehen, dass es mich große Überwindung gekostet hat um darauf einzugehen.
    Was ist in Ihnen vorgegangen, dass Sie Ihrer Aussage im “Der Tagesspiegel” vom 30.09.1999 –schreiben:
    „Jenen, denen Freiheit wichtiger war als Geld und Gut, Heimat und die Nähe zu Freunden, ist viel zu verdanken. Ohne sie wäre uns die DDR erhalten geblieben.“ und nun genau das Gegenteil von sich geben?
    Sie vollführen also ohne Rot zu werden eine 180 Grad Wende und wechseln ins Reich der Konformisten, der Heuchler, der Fakten- Verdreher und der Nestbeschmutzer – neusprachlich gesprochen sind Sie in meinen Augen ein Fake - News - Verteiler.
    Seit 2002 sind Sie Mitglied im Bundesvorstand der CDU, sowie stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU und ich frage Sie, ob Sie sich in dieser Rolle als Hetzer und Spalter zwischen Ost gegen West profilieren wollen und sich dabei noch wohlfühlen?
    Wurden Ihnen vielleicht weitere gut bezahlte “Pöstchen” innerhalb Ihrer CDU/CSU/SPD Fraktion in Aussicht gestellt, als Gegenpart Ihrer schändlichen Äußerungen gegenüber ehemaligen, mutigen und aufrichtigen Menschen aus der zum Glück untergegangenen ehemaligen DDR? Aus Ihren Äußerungen spricht der Neid, dass Sie selbst nicht den Mut zu einem Weggehen aus der DDR, wie auch immer, aufgebracht haben.
    Ihrer Biografie ist zu entnehmen, dass Sie Mathematik studiert haben und sich als “Bürgerrechtler” in DDR Zeiten betätigt hätten. Für was eigentlich haben Sie gekämpft und sich als “Bürgerrechtler” hervorgetan?
    Haben Sie sich für eine bessere DDR gekämpft?
    Nein Herr Vaatz, Ihr Geschreibsel ist das Papier nicht wert und entbehrt jeglicher Kenntnis der Materie.
    Ihnen ist sicher George Orwell, einer der einflussreichsten englischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts bekannt, der außer dem Allzeit- Bestseller “1984” noch viele weitere beachtenswerte Romane geschrieben hat.
    Ich empfehle Ihnen seinem Roman »Animal Farm« (»Die Farm der Tiere«) zu lesen. Darin, Herr Vaatz, werden Sie sich wiederfinden – bitte machen Sie sich auf die Suche.
    Beinahe hätte ich es vergessen. Dass sich das Bundesverfassungsgericht nicht mit der Verfassungsbeschwerde beschäftigen will, ist kein Ruhmesblatt für die Parlamentarier des deutschen Bundestages - ganz im Gegenteil!
    Damit wird der Politik nämlich bescheinigt, dass sie trotz einer Überzahl von Juristen im Parlament nicht in der Lage ist, selbst für Recht und Vertrags,- und Gesetzestreue zu sorgen.
    Hätten Sie sich ernsthaft mit dem Verträgen zur deutschen Wiedervereinigung (Stichtag 18.05.1990) beschäftigt, dann würden Sie wissen, dass die Politik zu keinem Zeitpunkt das Fremdrentengesetz für Flüchtlinge und Übersiedler in Frage gestellt hat.

    Peter Kämpfe

  • #9

    Gundhardt Lässig (Dienstag, 25 Juli 2017 19:25)

    Guten Morgen Herr Praschl,
    habe mir heute Morgen an meinem Urlaubsort die aktuelle SUPERillu gekauft. Danke für Ihren Beitrag. Leider ist Ihr letzter Absatz nicht richtig, denn meine Verfassungsbeschwerde (eine Beschwerde von weiteren Betroffenen gibt es nicht) wurde nicht abgewiesen, sonder sie wurde nicht zur Entscheidung angenommen (nach 4Jahren ungelesen abgelehnt). Dass ich weiter gehe, um mein Recht zu bekommen, wissen Sie bereits.
    Ihr Artikel steht im Zusammenhang mit der Kolumne von Herrn Vaatz. Das ist einer der schlimmsten Hetzer, der sich als Bürgerrechtler versteht und seine Wut gegen die abtrünnigen Flüchtlinge immer wieder zum Ausdruck bringt. Ich erlaube mir, Ihnen einen offenen Brief an Herrn Vaatz zur Kenntnis zu geben. Schade, in dieser Kombination in Ihrer Zeitung wurde uns nicht geholfen sondern eher geschadet. Ihre Leser werden es ganz bestimmt so sehen wie Herr Vaatz, denn wir hatten ja vorher Bananen, Südfrüchte und Reisefreiheit und natürlich das so ersehnte Westgeld.
    Lieber Gruß
    Ihr
    Gundhardt Lässig
    ********************************************
    Offener Brief an Arnold Vaatz, MdB
    http://www.flucht-und-ausreise.info/index.php?menuid=55&reporeid=121

  • #10

    R. Ladendorf (Dienstag, 25 Juli 2017 20:38)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    in Ihrer Kolumne bringen Sie meines Erachtens sehr deutlich Ihre Antipathie gegen DDR-Übersiedler
    zum Ausdruck und das noch 27 Jahre nach Mauerfall, warum ?

    Auch ich bin ein Übersiedler, der seinen Antrag auf Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft/Ausreiseantrag (über 20 mal) gestellt hat und damit die üblichen Schikanen (politischer Betreuer, Stasi, Abteilung Inneres...) in kauf genommen hat.

    Sie reden von Abstrichen an den künftigen Wohlstand. – Ja, diese Abstriche haben wir doch auch hingenommen ... wir haben nach über 40 Lebensjahren wieder bei Null angefangen! Ist das etwa kein Abstrich?
    Das blieb den DDR-Bürgern erspart. Unser DDR-Geld lag zwangsweise auf Sperrkonten und wurde später auch nicht zu Vorzugskonditionen eingetauscht. Hier waren wir „normale“ Bundesbürger.

    Sie wissen doch, daß die DDR keine Renten in die Bundesrepublik zahlte. Warum also sollte ein Antragsteller in die FZR einzahlen, die von der Bundesrepublik damals nicht anerkannt wurde? Warum werfen Sie uns das vor?
    Die FZR wäre genau so sinnlos gewesen, wie eine „Schneelawinenversicherung“ in der Sahara.
    Unser Rentenkonto in der Bundesrepublik war geklärt, die Anzahl der bis dato erreichten Rentenpunkte war fixiert.

    Warum übrigens steht z.B. Westberlinern, die bei der Reichsbahn (DDR) gearbeitet haben das FRG/SGB VI zu?
    Denen wird nicht vorgeworfen, nicht in die FZR eingezahlt zu haben.

    Dann fiel die Mauer, auch wir freuten uns, unsere Verwandten im Osten wieder besuchen zu dürfen,
    weil uns ja ein Mielke-Befehl bis 1999 mit Einreiseverbot in die DDR belegte.

    Viele DDR-Bürger zogen nach Mauerfall in die Bundesrepublik um und viele Ostrentner ließen sich schnell ausrechnen, wie hoch wohl eine mögliche Westrente nach FRG wäre. Mit dem FRG für alle diese DDR-Bürger wäre das Rentensystem der Bundesrepublik wohl überfordert worden.

    Es entstand das Rentenüberleitungsgesetz. Mit diesem sollten ursprünglich Rentenansprüche der Bürger in den Beitrittsgebieten in ein gesamtdeutsches Rentensystem übergeleitet werden, Übersiedler jedoch waren nie Bürger des Beitrittsgebietes! Es war nie die Rede davon, „Alt-Bundesbürgern“, wozu ich auch die Übersiedler vor Mauerfall (oder Stichtag) zähle, die Rente durch Aberkennung von schon zugesagten Rentenpunkten zu kürzen.

    Wer war die treibende Kraft dieser Rentenkürzung ?
    Man könnte fast an späte Rache der SED-Bonzen denken.

    Ja, Herr Vaatz, auch zu diesem Zeitpunkt wäre es vielleicht möglich gewesen, mit Abstrichen beim Konsum für das Alter vorzusorgen. Nur ist leider keine Information der Betroffenen erfolgt! Diese Tatsache erfuhren die Betroffenen meist erst kurz vor Rentenbeginn.

    Herr Vaatz, wie würden Sie denn reagieren, wenn Ihnen kurz vor Pensionsbeginn gesagt wird, Ihre
    Pensionsansprüche haben wir rückwirkend um 50% gekürzt?
    (Aber dafür bekommen ja die Leute, die Sie wegen Verweigerung des Reservewehrdienstes hinter Gitter gebracht haben eine gute Altersversorgung.)

    Daß nun schon die Berufsgruppen „Melkerin“ oder „Baumwollweberin“ herhalten muß, um eine
    Begründung zur Ablehnung des FRG für deutsche Übersiedler zu finden, das ist einfach lächerlich.
    Und daß die Ablehnung des FRG für deutsche Übersiedler ein Unrecht darstellt, bestätigen die Politiker doch selbst mit ihrer Aussage „es würden neue Ungerechtigkeiten“ entstehen. - Also läßt man die Ungerechtigkeit einfach bestehen, anstatt gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen.

    Als völlig inakzeptabel finde ich es, daß Sie (s. letzter Absatz Kolumne) leider (wie viele andere Politiker) wieder nur den Rentenwert ins Feld führen und den Hochwertungsfaktor völlig verschweigen!
    Das schürt einen unberechtigten Neid der Ostrentner und ist dem Zusammenwachsen von Ost und West abträglich.
    Ein Ostrentner, der 2015 in Rente ging und in den letzten 25 Jahren immer den gesamtdeutschen Jahres-Durchschnittsverdienst verdiente (war leider nicht allen möglich), erhält für diese Zeit ca. 5 Rentenpunkte und damit über 100 EURO mehr Rente - trotz niedrigem Rentenwert Ost.
    Auch ein Westrentner hat nicht unbedingt eine lückenlose Erwerbsbiografie. Neben dem Ost-West-Gefälle gibt es bekanntlich in Deutschland auch ein Nord-Süd-Gefälle.


    Mit freundlichen Grüßen
    R. Ladendorf

  • #11

    Rolf Günther (Dienstag, 25 Juli 2017 21:59)

    Ich bin ein deutscher Bürger der ohne eigenes Verschulden in die „DDR“-Diktatur geboren wurde. Die Schergen dieses verbrecherischen Systems verweigerten mir Menschenwürde, Meinungsfreiheit, Informationsfreiheit, Reisefreiheit… Aus diesem Grund setzte ich mit mehreren Freunden jahrelang Gesundheit und Leben aufs Spiel, um im freien und demokratischen Teil unseres Vaterlandes zu leben. Wir wollten, das auch unsere Kinder in Freiheit leben können und von dort aus am Zusammenbruch der faschistoid-stalinistisch Diktatur mitwirken.

    Wir planten lebensgefährliche Fluchten, suchten Asyl in der amerikanischen Botschaft und in der bundesdeutschen Vertretung in Ostberlin. Das Damoklesschwert Staatssicherheit, dieser furchtbare Kettenhund der SED, schwebte ständig über uns. Wir standen für Recht und Freiheit ein, wie soviele politische Häftlinge und „DDR“-Flüchtlinge, im Gegensatz zu den meisten „DDR“-Bürgern, die sich feige dem Unrechtsregime unterwarfen.

    Herr Vaatz, eine freundliche Anrede habe ich mir erspart, Ihre Äußerungen sind einfach ekelhaft!

    Rolf Günther

  • #12

    Kirsten Amarelll (Mittwoch, 26 Juli 2017 13:56)

    "Und dann fiel die Mauer" schreiben Sie, Herr Vaatz. Punkt.
    Wahrscheinlich haben Sie höchstpersönlich dafür gesorgt, dass die Mauer fiel. Und natürlich die vielen Kerzenträger von Leipzig , die Helden von Leipzig , stimmt's ??

    Ich bin in der DDR geblieben , genau wie Sie Herr Vaatz. In meiner Verwandtschaft befand sich eine Ausreisewillige von Beruf Krankenschwester. Die durfte überhaupt keinen Vertrag FZR abschließen. Sowas schreiben Sie aber nicht. Sie schreiben lieber etwas von "alten Eltern" (die vielleicht schon längst im Westen lebten) und mixen diesen Blödsinn mit ein paar faustdicken Lügen in Ihrer "Kolumne". Die deftigste davon befindet sich im letzten Absatz , so ganz "nebenbei" : Demnach sollen die DDR Flüchtlinge immer noch besser gestellt sein als die "Daheimgebliebenen". Ihre "Rentenpunkte" würden mit dem "höheren Rentenwert West multipliziert". Dass das Unfug ist würde ich sogar mit nur 3 Rentenpunkten erkennen wenn diese sich auf meiner gelben Armbinde befänden.

    Nein Herr Vaatz , Abgeornete wie Sie sind für uns alles , außer einem :
    Sie sind ganz bestimmt nicht wählbar !

    K. Amarell

  • #13

    Hans-Joachim Kuban (Mittwoch, 26 Juli 2017 16:41)

    Herr Vaatz,

    sie werden es an der knappen Form der Anrede bemerken, welche Wertschätzung ich Ihnen entgegenbringe...

    Eigentlich wollte ich garnicht auf Ihr Geschreibsel in der SuperIllu, bestehend aus Un- und Halbwahrheiten, reagieren, denn Sie sind – wie schon in der Vergangenheit zu dem Thema festgestellt werden konnte- ebenso ignorant und vernunftresistent wie Ihre Chefin, die Kanzlerin.

    Trotzdem müssen sie wissen, dass nicht nur ich als Betroffener, sondern viele weitere sich das von Ihnen Abgesonderte nicht widerspruchslos bieten lassen.
    Da bereits in den voranstehenden Kommentaren vielfacher Widerspruch dargelegt wurde, will ich das nicht wiederholen. Und- dass ein solcher Skandal mit dieser Tragweite in der jüngeren deutschen Rechts-und Sozialgeschichte bislang nur einmal vorkam, siehe Kommentar von Dr. Wolfgang Mayer.

    Zunächst muss ich Sie bitten, ein Gesetzeswerk inkl. Geltungbereich zu benennen, in dem explizit die Rentenversicherung unter FRG bereits integrierte Bundesbürger rückwirkend rententechnisch zu DDR-Bürgern werden sollen. Kommen Sie mir nicht mit RÜG und SGB VI und deren §§, dort ist die Rede von „Bürgern des Beitrittsgebietes“, was niemand der ca. 300.000 vom Rentenbetrug Betroffenen zu keiner Zeit war. Diese Bezeichnung und damit der Geltungsbereich trifft e i n d e u t i g auf die ehemaligen DDR-Bürger zu, die zum Stichtag des Inkrafttretens des Staatsvertrages von Wirtschaft-und Währungseinheit Deutschlands zum 30.05.1990 ihren Wohnsitz im Gebiet der DDR hatten, also im B e i t r i t t s g e b i e t.
    Oder war etwa mein Wohnsitz Karlsruhe Beitrittsgebiet? -Natürlich barer Unsinn!

    Ihr CDU-Parteifreund Norbert Blüm- in den Jahren der Kanzlerschaft Kohl amtierender Minister für Arbeit und Soziales und mit großer Wahrscheinlichkeit verantwortlich für den mehrtausendfachen Eingriff in die Rentenanwartschaften der Übersiedler- hat sogar noch im August 2012 seinem Freund Frank Elstner in Form eines eMail-Briefes (vermutlich auf dessen Anfrage) mitgeteilt (Zitat):

    „Lieber Frank,
    niemand hat seine Fremdrentenansprüche verloren. Das waren Rentenansprüche, für welche die Empfänger keine Beiträge in die westdeutschen Kassen zahlen konnten (z.B. Übersiedler, Flüchtlinge), weil sie diese garnicht zahlen konnten.
    Mit der deutschen einheit fiel dieser Grund weg. Mit dem Stichtag des ersten Staatsvertrages gab es keine neuen Fremdrentenbezieher und keine neuen Ansprüche.
    Die alten Ansprüche blieben jedoch erhalten. ...(Zitatende)

    Dem ist nichts, aber auch garnichts hinzuzufügen.

    Zuletzt- apropos C.D.U. : Es bereitet mir unsägliche Mühe, im „C“ das christliche zu erkennen. Oder ist die Art der Gehässigkeit, die Schürung von Neid, die Missgunst, die Diskriminierung und die Missachtung etwa typisch christlich?
    Oder steht das „D“ für demokratisch? - In Ihrer Partei schon lange nicht mehr, wie man täglich erneut erfahren kann. Und deshalb ist Ihre Partei nicht wählbar!!

    Mit einfachem Gruß-
    Hans-Joachim Kuban

  • #14

    V. Hilgert (Mittwoch, 26 Juli 2017 17:47)

    Herr Vaatz, wenn Sie die Personen meinen würden, die nach dem 29. Januar 1990* so einfach von Ost nach West umgezogen sind, würde ich Ihren Ausführungen vielleicht zustimmen.

    Nein, diese Personen meinen Sie nicht. Sie diffamieren diejenigen, die, auf völlig sich allein gestellt, sich dem DDR-Unrechtssystem entgegenstellten und den Machthabern mitteilten, dass sie mit uns nicht mehr rechnen können.

    Folgen waren nicht nur ein beruflicher Abstieg, sondern auch eine private Ausgrenzung. Im schlimmsten Fall politische Haft.

    Wir konnten uns nicht in der Menge verstecken, wie es ab dem Herbst 1989 möglich war. Unsere Adressen waren dem Unterdrückungsapparat bekannt und wurde auch für Zersetzungsvorgänge benutzt..
    Wir wollten den Ersten Arbeiter- und Bauernstaat nicht reformieren. Wir wollten nur weg und in der BR Deutschland wieder bei "Null" beginnen.

    Die Gruppe der Haftentlassenen, Republikflüchtigen und aus der DDR-Staatsbürgerschaft Entlassenen ist die einzige Gruppe, die nach dem Mauerfall schlechter behandelt wird als jeder andere ehemalige DDR-Bürger.

    Die CDU war meine politische Heimat. Für mich ist die CDU jetzt nicht mehr wählbar.

    V. Hilgert

    * Was war am 29. Januar 1990?
    Da wurde im "Gesetz über die Staatsbürgerschaft der Deutschen Demokratischen Republik" der §10, auf den wir uns in unserem Antrag auf "Entlassung der DDR-Staatsbürgerschaft" bezogen hatten, geändert. Jeder konnte sich selbst durch Abgabe einer Erklärung aus der DDR-Staatsbürgerschaft entlassen und dann ohne Schwierigkeiten von Ost nach West umziehen.

  • #15

    Wolfgang Elle (Mittwoch, 26 Juli 2017 18:38)

    Herr Vaatz,

    die Anrede "sehr geehrter" wäre gelogen.

    Ihre sogenannte Kolumne in der Superillu vom 20.07.2017 ist eine unverschämte Diffamierung
    gegenüber den Landsleuten aus der ehemaligen DDR, welche durch Ausreise, Flucht unter Lebensgefahr
    usw. die Diktatur des Proletariats verlassen haben um auch kurioser Weise den Weg für Sie zu ebnen, von den Sie jetzt zu Genüge profitieren!

    Sie sollten sich schämen solche Halbwahrheiten zu verbreiten, aber das Wort "Schämen" wird ja Ihnen und Ihren Gesinnungsgenossen abhanden gekommen sein!

    Wieder ein Grund mehr, Ihre Partei mit den sogenannten christlichen Werten nicht zu wählen!

    Widerlegungen zu Ihren Kolumne werde ich mir ersparen, sind Ihnen ja bereits von meinen Mitstreitern
    in genügender Anzahl zugegangen.

    Wolfgang Elle

  • #16

    Lothar Gebauer (Mittwoch, 26 Juli 2017 21:59)

    Herr Vaatz,
    ich habe einige von Ihren Kolumnen gelesen. Es gibt Passagen, da empfinde ich wie Sie. Dazu gehört die unerträgliche Bananenarroganz von Schily, Vieles ist lesenswert, manches ist Lesevergnügen.
    Um so schlimmer ist das, was Sie zu den DDR-Flüchtlingen und ihrem Kampf um ihre rechtmäßige Rente schreiben. Das ist weit außerhalb dessen, was wir uns gegenseitig antun dürfen.
    Damit wir uns über die Fakten einig sind.
    Ohne jeden Zweifel unterfielen alle Deutschen, die von der DDR bis zum 18.05.1990 nach dem Westen gegangen sind, dem Fremdrentengesetz. Ebenso sind Anwartschaften, die beim Eingliederungsprozess nach FRG entstanden zweifelsfrei persönliches, vom Grundgesetz geschütztes Eigentum. Das FRG ist ein Eingliederungsinstrument, nach der Eingliederung hat es keine Bedeutung mehr für den Übersiedler. Dass es ein weiteres, modifiziertes FRG gibt, das ist für den bereits eingegliederten Übersiedler ohne Bedeutung. Es gilt ausschließlich für die Aussiedler aus den Herkunftsgebieten.
    Wenn Sie mit dem Gesetz nicht zufrieden sind, dann müssen Sie ein neues machen. Sie sind Gesetzgeber, Sie dürfen das. Aber beeilen Sie sich, wir sind alte Menschen. Und vermeiden Sie rückwirkende Passagen, die sind verboten. Fragen Sie den Architekten der Deutschen Einheit, fragen Sie Schäuble.
    So und nicht anders geht Rechtsstaatlichkeit. Und diese Regeln des Zusammenlebens kennen Sie natürlich auch.
    Es fällt mir schwer, wenigstens ein Ziel Ihres entsetzlichen Artikels zu finden. Was wollen Sie? Es klingt alles nach einem primitiven Anbiedern bei denen, die in der DDR geblieben sind. Der Tenor ist: „Ich sehe nicht ein, warum Flüchtlinge eines bessere Rente (FRG) als die Daheimgebliebenen bekommen“. An dieser Stelle könnten Sie Gutes tun, wenn Sie sich endlich entschließen könnten, für diese unzufriedenen Wähler ein paar eingängige Beispiele zu rechnen. Wir sind Ihnen dabei gern behilflich. Überraschung auch für Sie wird garantiert. Wie Sie überhaupt durch Fakten Klarheit schaffen könnten. Erklären Sie doch, welche Rolle die FZR gespielt hat, welche Lüge auch dahinter steckte. Es war eine wunderbare Versicherung, völlig unbezahlbar. Die DDR hat sich den Verpflichtungen aus der FZR durch unehrenhaftes Wegsterben entzogen. Geblieben sind die Versprechungen, auf denen jetzt die Bundesrepublik sitzengeblieben ist.
    Vielleicht haben Sie die Zeit der Einführung der FZR nicht erlebt, wir berichten Ihnen gern davon.
    Erklären Sie Ihren Wählern unsere Wut, die daher kommt, dass eine vollkommen klare Rechtssituation für 300000 Menschen nicht durchgesetzt werden kann, seit 1991. Unsere Position ist komfortabel, das beste Argument liefert der einst verantwortliche Bundessozialminister Blüm. Erklären Sie das Ihren Wählern.
    Sicher haben Sie als hochrangiger Politiker auch Informationen über die finanzielle Situation der DDR. Die DDR war pleite, immer! Sie hat wertloses Papier, Schulden und eine verwahrloste Wirtschaft hinterlassen. Es war eine gewaltige Solidarität gegenüber unseren Landsleuten im Osten, dass wir Bundesbürger die gewaltigen Lasten der Wiedervereinigung gemeinsam geschultert haben. Zumindest in der Anfangsphase war das eine Aufgabe vorwiegend der Bürger der alten Bundesländer, eingeschlossen die Übersiedler, die inzwischen Bundesbürger geworden sind. So ehrlich müssen wir schon mit der Geschichte umgehen.
    An der juristischen Situation ändert das alles nichts. Die kann nur durch Gesetze geändert werden. Aber bitte jetzt nicht mehr. Recht ist, wenn die Rente nach FRG gezahlt wird. Alles andere ist Unrecht. Das zu korrigieren wird nicht leicht. Kein einziges Sozialgericht hat in den vergangenen 20 Jahren eine Richtervorlage geschrieben, in der das als Argument genommen worden wäre, was Blüm behauptet.
    In der Hoffnung auf Antwort
    Lothar Gebauer

  • #17

    Herbert Schneider (Mittwoch, 26 Juli 2017 22:45)

    Herr Vaatz. Das was in der Super ILLU von ihnen lesen könnte ist eine Riesen Beleidigung meiner Person und meiner Familie. In der Diktatur wo wir leben mussten. Haben sie sich gut bewegen können. Bestimmt auch alles mit gemacht. Ich würde in dieser Gefoltert meine Kind müsste bei unseren Freikauf in dieser leider verbleiben. Heute werden wir leider zu Opfer gemacht. Weil Bürgerrechtler wie sie uns den Rang ablaufen und sich als Opfer darstellen. Wir haben Bananen im Westen nach unserem Freikauf 1984 Essen können. Die wir uns aber selber kaufen mussten. Keiner meiner Kameraden hatte ein Found bekommen. Wir mussten ein Kredit aufnehmen um uns Kleidung und Möbel zu kaufen. Den wir auf heller und Pfennig zurück zahlen müssten. Sie aber haben wegen uns den Vorteil heute im Bundestag zu sitzen. Noch dazu Parteimitglied wiie ich zu sein. Ist eine Schande. Sie haben keinerlei Recht mit zu beleidigen. Damit verherrlichen und verschönern sie Eindeutig diese SED Diktatur . Es wird den Linken eine Freude gewesen sein das von einem CDU Mitglied im Bundestag gelesen zu haben. Leid ist es nackte Tatsache. Das wir politischen Häftlinge um unsere Gesetze und Rechte 28 Jahre kämpfen müssen. Es war Menschenhandel und Verbrechen an der Menschlichkeit was wir zu erleben hatten. Ich kenne keinen Bürgerrechtler dem es genauso gegangen ist. In Cottbus hatten diese Sonderrechte. Aber schlimm genug das Sie im Bundestag uns verhöhnen dürfen. Dazu sollte es ein Parteiauschlussverfahren geben. Wie weit sind wir gekommen. Wenn die CDU uns politischen Häftlinge öffentlich Demütigen darf. Sie hatten nicht den Mut dieser Diktatur die Stirn zu zeigen. Ich kannte viele Mitläufer. Die heute Opfer sein wollen. Aber ich lasse mich nicht von ihnen beleidigen. Es sollte auch eine Schande sein.Wenn so etwas ohne Folgen bleiben sollte.
    Zu mindestens eine öffentliche Entschuldigung erwarte ich von ihnen. Da sie mich auch öffentlich wenn auch nicht namentlich beleidigt haben. Denn kein Politiker der Alten Schule hätte sich so etwas getraut. Es war der Kalte Krieg. Wo Atombomben das treiben bestimmten. Wahrscheinlich haben sie nicht mal mit bekommen. Das es solche gegeben hat. Es war Menschenhandel der die Politik bestimmt hat. Es waren die Bundesbürger die beteitwillig waren einen Soli zu zahlen. Der nur für 2 Jahre gellten sollte. Aber da dein Osten zu marode war. Btwuchte es 29 Jahre bis er abgeschfft werden soll. Somit habem sie auch die Solidargemeinschft gedemütigt. Lassen sie sich ihre Zeilen mal durch den Kopf gehen. Hoffe FAS der Generalsekretär Perter Tauber dazu noch einiges zu sagen haben sollte. Herbert Schneider Zeitzeuge der Bundesstiftung für Aufarbeitung und Hohenschönhausen.

  • #18

    Oscar M. (Mittwoch, 26 Juli 2017 23:26)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    es ist schon erstaunlich, daß Sie heute Argumente zur Ablehnung des FRG
    für DDR-Übersiedler ins Feld führen, die Sie nach Mauerfall dem damaligen
    Stellvertretener SPD-Vorsitzenden Oskar Lafontaine vorgeworfen haben,
    sinngemäß:
    Lafontaine wolle Ostrentnern bei Übersiedlung (kurz nach Mauerfall) in die
    Bundesrepublik keine Rente mehr bezahlen – dies war ja damals wohl nur
    nach FRG möglich. Ihre Entrüstung war groß – damals.

    Rede im Bundestag
    17. Wahlperiode, 3. Sitzung vom 10. November 2009
    TOP 1: Regierungserklärung/Generalaussprache

    https://www.youtube.com/watch?v=6smFEe6D5bU

    ab Minute 6

    Und was tun Sie heute ???


    MfG

    Oscar M.

  • #19

    Hans Ripperger (Donnerstag, 27 Juli 2017 02:10)

    Glücklicherweise haben alle bisherigen Autoren alles Notwendige zur Meinungsäußerung von Vaatz gesagt. Ich bin auch nicht bereit, mich auf dieses Niveau dieses "Bürgerrechtlers" und Zwietracht sähenden Demagogen zu begeben. Dieser Demagoge ist für mich unerträglich. In einer Talkshow, hätte ich diese auch verlassen müssen, wegen Übelkeit und zur Vermeidung von Verunreinigung des Studios.
    Seine demagogischen Kapriolen erinnern mich an einen ähnlichen und "meistgeliebten" Demagogen vor vielen Jahren im ostdeutschen Fernsehen. Wenn ich mich Recht erinnere war sein Spitzname "E..." Hab ihn wohl vergessen. Aber auch er war vergänglich und konnte mit seiner Demagogie das Morbide nicht retten. Allerdings hat er eines geschafft, dass Ihn Wolf Biermann in seiner "Ballade von den verdorbenen Greisen" verewigt hat. Das wird Vaatz wohl nicht schaffen.

  • #20

    Günter Russ (Donnerstag, 27 Juli 2017 09:50)

    Liebe Einheitsverlierer und Rechtlose, die Ihr hier so eindringlich an die Vernunft und die Denkfähigkeit eines "Bürgerrechtlers" appelliert. Vergeblich, vergebliche Mühe. Die Politik will nicht, die Regierung will nicht, der Petitionsausschuss will nicht, die Sozialgerichte wollen nicht, das Bundesverfassungsgericht will nicht und "unsere" Abgeordneten wollen ebenfalls nicht. Ist Euch endlich klar, wie ein sogenannter Rechtsstaat funktioniert? Bei denen sind wir keine hilfesuchende Bürger, sondern unbelehrbare Nörgler, die den Abgeordneten nur ihr Leben schwer machen wollen. Was bleibt uns übrig? Eine Denkzettelwahl im September!

  • #21

    R.Ladendorf (Donnerstag, 27 Juli 2017 13:18)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    Sie sollten bei der ganzen Thematik FRG nicht vergessen, daß wir nicht
    „zusätzlich belohnt“ werden wollen!

    Wir wollen nur das wieder haben, was man uns

    - s t i l l s c h w e i g e n d / h e i m l i c h und r ü c k w i r k e n d –

    entzogen hat!



    R.Ladendorf



  • #22

    Gerhard Weltrich (Freitag, 28 Juli 2017 19:00)

    Herr Vaatz, ich möchte Ihnen Ihr Interview vom 30.09.1999 in Erinnerung rufen in dem Sie unter bezug auf die Flüchtlinge wörtlich äußerten: „Jenen, denen Freiheit wichtiger war als Geld und Gut, Heimat und die Nähe zu Freunden, ist viel zu verdanken. Ohne sie wäre uns die DDR erhalten geblieben.“
    Diese Einschätzung ist auch deshalb anzuerkennen weil Sie zwar mit ihrer Wehrdienstverweigerung einmal Mut bewiesen hatten letztlich aber nicht zum äußersten Widerstand bereit waren und sich den Kommunisten unterwarfen.

    Als Sie ihre Würdigung des DDR-Widerstands äußerten war die CDU noch keine Grünen-/Linkspartei-Kopie. Sie durften sich deshalb, ohne Gefahr für Ihre Karriere zu befürchten wahrheitsgemäß äußern.
    Das war spätestens vorbei als Merkel begann, von demokrat. Vorgehen auf Methoden umzustellen, die an absolutistische Feudalstaaten oder rechts-/ linksextremistische Diktaturen erinnern.
    Gemeinsam ist dieser „neuen Zeit“ der dreiste Verstoß gegen elementare Prinzipien der eigenen Partei, gegen die Verfassung, Gesetze und Abkommen.

    Sie gehören zu denjenigen, die diese Entwicklung hingenommen und damit erst möglich gemacht haben. Nur so ist erklärbar, dass Sie Ihre Position zu den SED-Gegnern um 180 Grad gedreht haben.
    Denn im Bundestag geben mit der Linkspartei und den Grünen längst diejenigen den Ton an, die als „Deutschland verrecke“-Fraktion einen neuen Sozialismusversuch starten wollen. Da stört jetzt nur noch der neue „Klassenfeind“, die AFD.


    Sie wissen selbst, dass die DDR durch Angst und Schrecken, staat. Lügen, Denunziation und Terror gegen Andersdenkende geprägt war. Biermann und die protest. Künstler, die Flüchtlinge, die Antragsteller und die im Gegensatz zum Westen echte Friedensbewegung waren diejenigen, die mit beispielhaftem Mut diese Angstspirale schrittweise beendet und letztlich das System mit zum Einsturz gebracht haben. Die 1988/89 eingefädelte „Bürgerbewegung“ war das Gegenteil, die sollte den Terrorstaat „reformieren“ also erhalten.

    Da die Widerständler entscheidend mitgeholfen haben, den SED-Stasi-Staat zu stürzen gilt ihnen heute der besondere HASS der linken Kräfte, nur deshalb gibt es über sie keine Dokus im Staats-TV, deshalb müssen ihnen rückwirkend und damit verfassungswidrig die Renten gekürzt werden.

    Zu Ihrer Bemerkung bzgl. des mit der Mauer gefallenen Rentenprivilegs der DDR-Flüchtlinge: Eine der großen zivilisatorischen Leistungen des Römischen Reiches war das Verbot der Rückwirkung erlassener Gesetze. Nazis und Kommunisten haben sich darum natürlich nie geschert.
    Im Fall des Rentenbetrugs ist die Lage aber noch ungeheuerlicher denn es gibt nicht mal ein Gesetz, dass diesen Rechtsbruch rückwirkend „legitimiert“. Willkür und Rechtsbruch, staatlich geduldet.

    Zur FZR: diese Versicherung diente der SED Kaufkraft abzuschöpfen. Sie war nur für die Gutverdienenden also hauptsächlich die SED-Nahen von Interesse; die Normalverdiener konnten sie sich wegen der erbärmlichen Löhne gar nicht leisten.
    Für Sie Herr Vaatz kam die FZR sicher in Frage nicht aber für Regimegegner, die wollten den Terrorstaat ja nicht stützen sondern baldmöglichst verlassen.

    Ihre Äußerung zum Ansparen im Westen ist eine unverschämte Verhöhnung. Die allermeisten Flüchtlinge /Ausreiseantragsteller mußten im Westen völlig neu anfangen. Da gab es vom Staat 100 DM und ein verzinstes Darlehen das bis zum letzte Pfennig zurückzuzahlen war. Von wegen Telefon, Wohnungseinrichtung, TV, Verpflegung, freie Fahrt in öff. Verkehrsmitteln, Fahrrad, kostenloser Besuch von Schwimmbädern und Museen. Autos mußten auch erst hart erarbeitet werden denn DDR-Flüchtlinge hatten keine Vielfachidentitäten und „arbeiteten“ auch nicht im Rauschgifthandel. Sie verwechseln da etwas, Herr Vaatz.
    Die Unternehmen waren in der Regel froh. Sie bekamen engagierte, qualifizierte Arbeitskräfte statt Merkel-Fachkräften.

    Und was Ihre Bemerkung „...die es nicht übers Herz brachten ihre alten Eltern allein zu lassen“ angeht: so haben die Stasi-Schergen argumentiert, wenn sie bei entschlossenen Antragstellern auf Granit bissen. Es war das letzte Argument der Verbrecher.
    Verantwortungsbewußte Eltern haben ihren Kindern nahegelegt, im Interesse ihrer Enkel diesen menschenverachtenden Staat zu verlassen.

    Ich habe nur Verachtung für Sie, Herr Vaatz. Im Grunde widern Sie mich sogar noch mehr als meine Stasi-“Betreuer“ an. Wie kann ein Mensch nur so tief sinken und das nach all den Erfahrungen mit den Hitler-/ Stalin- und Ulbricht/Honecker-Diktaturen. Es ist einfach nur abscheulich !

  • #23

    Eva Aust (Freitag, 28 Juli 2017 22:30)

    (Freitag, 28. Juli 2017, 22.15)

    Sozialgesetzbuch (SGB) Sechs (VI)
    Gesetzliche Rentenversicherung
    hier: § 256 a Abs. 3 a

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    bitte erklären Sie mir folgenden Widerspruch. Die Politiker sagen, dass für deutsche Zeiten das Fremdrentenrecht abgeschafft sei.

    Im SGB VI, § 256 a Abs. 3 a ist aber genau von diesem Fremdrentenrecht die Rede. Es heißt dazu: "Als Verdienst zählen für Zeiten vor dem 1. Juli 1990, in denen Versicherte ihren gewöhnlichen Aufenthalt im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ohne das Beitrittsgebiet hatten und Beiträge zu einem System der gesetzlichen Rentenversicherung des Beitrittsgebietes gezahlt worden sind, die Werte der Anlagen 1 bis 16 zum Fremdrentengesetz".

    Für Ihre zeitnahe Antwort danke ich Ihnen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Eva Aust

  • #24

    Helmut Eckardt (Samstag, 29 Juli 2017 11:48)

    Herr Vaatz,
    offensichtlich ist das Ziel Ihrer Politik
    neben den Lesern der SuperIllu auch allen anderen Mitbürgern Sand in die Augen zu streuen.
    Bei Ihrer eigenen zu erwarteten monatlichen Rentenhöhe können Sie die große Lippe a la Trump
    schwingen. Mittels Ihrer Hilfe sind alle ehemaligen
    DDR-Flüchtlinge quasi zu Feinden der BRD erklärt
    worden. Die Mär von der Renten - Besserstellung
    wird von Ihrer Kaste solange verbreitet, bis es alle glauben. Ich selbst habe feststellen müssen, dass
    die in der DDR verbliebenen Arbeitskollegen 300 €
    mehr als ich an Rente haben. Die ehemaligen Stasileute reiben sich die Hände - Dank Ihrer Politik erhalten das Doppelte an Rente.
    Mir bleibt noch noch die Hoffnung, dass Sie vom Volk abgewählt werden.
    Ansonsten kann ich nur staunen über Ihre aktuellen politischen Ansichten, die Sie zum Aschermittwoch in den Veranstaltungen Ihrer Partei äußerten. Die waren geradezu der Gegensatz zur Merkel-Politik.

  • #25

    Anne Lang (Mittwoch, 02 August 2017 18:10)

    Na was ist denn plötzlich mit Ihnen passiert, Herr Vaatz ?
    Ihre Entgleisung hat weder etwas mit Bürgerrrechten noch mit Menschenrechten zu tun.

    Sie diffamieren hier über 300 Tausend damals wie heute mutige Menschen, als ob es sich um eine türkische Massenveranstaltung dreht.

    Ich dachte Sie haben längst begriffen, weshalb Sie einen so tollen Posten in der CDU haben. Und vor allem wer Ihnen den tollen Posten ermöglicht hat, der Ihnen wahrscheinlich bald eine ordentliche Rente einbringen wird.

    Was Sie in der 3. Spalte Ihrer "Kolumne" schreiben ist eine Schande. Die Fragen die Sie aufwerfen, müssen Ihnen doch die Schamröte ins Gesicht getrieben haben. Wir haben unsere "alten Eltern" niemals allein gelassen und brauchten folglich sowas auch niemals "übers Herz bringen". So einen Quatsch habe ich bisher nirgendwo gelesen !!

    A. L.

  • #26

    Test (Mittwoch, 02 August 2017 23:14)

    Test Funktion

  • #27

    Christoph Becke (Donnerstag, 03 August 2017 00:07)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    Sie vergessen, dass die DDR-Flüchtlinge und aus DDR-Zuchthäusern Freigekaufte mit viel erlittenem Leid, großen Opfern und oftmals unter Lebensgefahr in die Bundesrepublik kamen. Sie alle wurden amtlich Bundesbürger und hatten zumeist sogar eine offizielle Entlassung aus der DDR-Staatsbürgerschaft. Schon alleine deshalb ist es ein Unding, diese Menschen im Nachhinein per Fremdrentengesetz rückwirkend wieder zu DDR-Bürgern zu machen.
    Ihre gelobte Regelung hätte daher nur für diejenigen gelten dürfen, die nach dem Fall der Mauer ins Bundesgebiet umgezogen sind. Sie haben nie eine Aberkennung der DDR-Staatsbürgerschaft bekommen.
    Ich schließe mich daher dem Protest bzw. den Sorgen und Aussagen obiger Absender an.
    Der Rentenbetrug ist leider nur ein Mosaiksteinchen, den SED-Opfern in diesem Land das Leben zu erschwerden.
    Auch die Opferrente ist ein riesiges Problem. Es ist einfach unwürdig, diese nicht zu dynamisieren, nur einem Teil der Opfer des Kommunismus zu gönnen und das auch nur bei Bedürftigkeit, während die SED-Täter und -Verbrecher per Rentenüberleitungsgesetz schadlos gestellt worden sind. Dafür stehen Unsummen an Geld zur Verfügung, obwohl genau diese Leute vor dem Mauerfall alles dafür getan haben, der Bundesrepublik Schaden zuzufügen und heute vielfach Mitglieder der Partei DIE LINKE sind.

    In diesem Deutschland, aber auch in der EU läuft gewaltig viel schief, auch auf vielen anderen Gebieten - leider.
    Ich, und sehr viele andere Mitbürger fühlen uns von den sogenannten Volksvertretern nur noch verschaukelt und betrogen. Und die Medien unterstützen das ganze auch noch wie zu DDR-Zeiten.
    Der Demokratie wird somit schweren Schaden zugefügt.
    Niemand möge sich irgendwann einmal aufregen, wenn sich niemand mehr für die etablierten (Groß)Parteien interessiert und Herr Gauland Bundeskanzler wird.

  • #28

    Felix Heinz Holtschke (Donnerstag, 03 August 2017 10:58)

    Liebe Kameraden, sehr geehrter Herr Vaatz, den Verfassern der oben stehenden Beiträge kann, ja muss ich mich voll anschließen. Sie Herr Vaatz waren einer der wenigen konservativer Hoffnungen in der CDU, von dem wir glaubten, die mitentscheidende Rolle der politischen Häftlinge für die friedliche politische Wende einschliesslich dem Fall der Mauer verstanden zu haben. Dass Sie uns, den Widerständlern gegen das SED-Regime derartig in den Rücken fallen und sich dabei so drastisch und opportunistisch von Ihren früheren Idealen abwenden konnten, ist mir und meinen Freunden unbegreiflich. Auch ich habe bereits an 4 Demonstrationen gegen den Fremdrentenbetrug in Berlin und vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe teilgenommen. Die unfassbare Arroganz der Bundesrichter, die unsere Klage nach 4jährigem Schubladen-Dasein nicht angenommen haben, wird uns allen in ewig schlechter Erinnerung bleiben. Falls Sie, Herr Vaatz es vergessen oder noch nicht antizipiert haben: Es geht uns Beschwerdeführern natürlich vorrangig darum, dass ein behördlich gegebenes Wort (in Wort und Schrift) uns zum materiellen Schaden nicht gehalten wurde. Viele der Betroffenen sind bereits oder werden durch diese undemokratische Fehlentscheidung in die Altersarmut fallen. Dafür sollten sich die verschlafenen oder gar böswilligen Entscheider im Deutschen Bundestag in Grund und Boden schämen. Doch was am augenfälligsten und ungerechtesten ist: Mit dem Rentenüberleitungsgesetz wurden insgesamt 17 DDR-Sonder- und Zusatzrentenansprüche der herrschenden SED-Nomenklatura in anerkanntes Bundesrentenrecht transformiert. Anders ausgedrückt, das es auch Sie verstehen: Die Vertreter und Trittbrettfahrer des SED-Unrechtsregimes wurden durch diese eklatante Fehlentscheidung des Deutschen Bundestages rententechnisch besser gestellt als diejenigen, die dieses Regime zusammen mit den Protestlern der Montagsdemonstrationen zu Fall gebracht haben und auf diese Weise den Weg zur Einheit unseres Vaterlandes geebnet haben. Das ist der eigentliche Skandal, der in so erschreckender Weise an die mangelnde Aufarbeitung des Nazi-Regimes nach Ende des 2. Weltkrieges hier in Westdeutschland erinnert.
    Ich würde Sie persönlich herzlich bitten, Ihre in der Super-Illu geäusserten Ansichten kritisch zu überdenken und zu revidieren.
    Das Wahlverhalten meiner Kameraden und meiner Person am 24. September jedenfalls wird entscheidend davon abhängen, ob sich insbesondere Ihre Partei mit der Parteivorsitzenden und Bundeskanzlerin an der Spitze in die richtige und im unseren Sinne gerechte Richtung bewegen wird.





  • #29

    Edda Sperling (Donnerstag, 03 August 2017 20:58)

    Herr Vaatz ich habe mir mal die Mühe gemacht die Rede vom ehemaligen Bundespräsidenten Christian Wulff CDU ihnen hier her zu kopieren...Ich fordere sie auf unverzüglich den Bundestag zu verlassen (!)
    http://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Reden/DE/Christian-Wulff/Reden/2011/05/110513-Hoheneck-Stollberg.html

  • #30

    Detlef von Dechend (Freitag, 04 August 2017 11:27)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    ich bin regelrecht erschrocken und tief enttäuscht, nicht nur von Ihnen, der sich offensichtlich politisch dreht und wendet, wie es gerade genehm ist; nein von der insgesamt CDU, deren Haltung Sie ja hier öffentlich machen. Als Vertreter vieler Betroffener der VOS in dieser Angelegenheit habe ich mich in der Sache an mehrere CDU-Bundestagsabgeordnete gewandt und zur Begründung der Ablehnung immer die fast wörtlich gleichlautende Formulierung erhalten - man kann da schon an eine generelle Absprache denken. Die gleiche CDU, die während der deutschen Teilung noch als einzige in der Bundesrepublik die Fahne der Wiedervereinigung hochhielt, zu der auch und gerade die Unterstützung jedweden Widerstandes gegen das kommunistische Regime im Osten galt, z. B. auch die Unterstützung der Flüchtlinge aus dem Osten rentenrechtlich, die gleiche CDU will heute, wohl wegen einer möglichen "finanziellen Belastung", obwohl bei vielen anderen Entscheidungen heute Miliarden herausgeschmissen werden ( z. B. Flüchtlingsproblematik) nicht mehr zu ihrer Verpflichtung stehen. Das finde ich, obwohl selbst CDU-Mitglied, äußerst schäbig und unredlich. Sie machen sich mit Ihrem Beitrag zum offiziellen Fürsprecher dieser politischen Kehrtwende. Alle Einzelheiten zu Ihren Ausführungen erspare ich mir, da sie von meinen Vorrednern richtig und ausführlich bereits behandelt wurden. Diesen kann ich mich nur 100 %-tig anschließen. Ich kann nur hoffen, daß Sie diese Beiträge auch lesen und verinnerlichen.
    In diesem Sinn grüßt Sie
    Detlef von Dechend

  • #31

    Reinhard Lehmann (Freitag, 04 August 2017 23:22)

    Herr Vaats, das pfeift doch jeder Spatz.
    Die Mauer ist nicht einfach gefallen, sie wurde eingerissen von uns allen.
    Trotzdem brauchen wir die zugesagte Rente, Ihre Kolumne ist eine große Ente.

  • #32

    Wolfgang Graetz (Samstag, 05 August 2017 23:56)

    da, Sie Herr Vaatz, aber auch die Redaktion der Super Illu, meine Ihnen zugesandte Kommentierung bisher nicht den Lesern zur Verfügung stellten, versuche ich es auf diesem Wege erneut- vielleicht habe ich hier mehr Glück.
    mail v.27.07.17 :
    an Herrn Vaatz,
    ich war sprachlos nach dem Lesen- wie kann man also "Diesem" noch die Anrede des "sehr geehrten..."zugestehen.
    Ihre Meinungsäußerung zur Problematik der Altübersiedler in der Illu Nr.30 sind nicht nur eine Frechheit, sonderen stellen für mich und viele Betroffene die pure Verhöhnung von Menschen dar, die oftmals einen leidvollen Weg beschritten hatten, um in ihrem neuen Leben das Wort "Demokratie" auch zu leben.
    Dieser "Beitrag" ist an Frechheit und Arroganz gegenüber Menschen wie mich, der jahrelang von der Stasi obseviert wurde, dem Folter und Zuchthaus übel mitgespielt haben, und dessen Ehefrau und minderjährige Tochter diesem unmenschlichem System ebenfalls ausgesetzt waren, nicht zu übertreffen.
    Als Minderjähriger in der SBZ "Zwangsfestgehalten", trotz vielfacher Anträge der Brüder im Westen auf Familienzusammenführung.
    Ich hätte also in diesem System noch "Ansparen" können, damit es mir heute besser geht. Besser geht worin ?- In den gesundheitlichen Auswirkungen der Folter und des Zuchthauses ?-oder besser geht, damit ich mir und meinen Enkeln als 2-facher Diplom.Ing. auch mal einen kulturellen Höhepunkt
    leiste kann, so wie es die Beitrittsbürgerin A.Merkel sich gönnt ?
    Dies jedoch geht nicht mit 1051 € Altersrente.
    Ja, Bürgerrechtler hätte ich sein müssen, wie eine Frau Poppe, diese kann sogar vorzeitig in den Ruhestand gehen und ein "angemessenes" Leben weiter führen.
    Ich jedoch hatte mich auf den Schulterschlag von Herrn Genscher verlassen, im Aufnahmelager Gießen. Der mich damals mit den herzlichen Worten beglückwünschte: " Jetzt sind sie vollwertiger Bundesbürger- mit allen Rechten !!!- und das war im Jahr 1988. Und dieses Recht bezog sich auch auf mein Rentenrecht, Herr Vaatz !
    Aber nicht nur um dieses Recht werde ich und meine Familie betrogen.
    125 tausend DM flossen aus dem Zwangsverkauf unserer Immobilie auf ein Sonderkonto, dieses übernahm die Treuhand. Herr Dr. Schäuble ist sich nicht zu schade dies zu konfiszieren- Ja, Sie lesen richtig.
    Ihre Ausführungen kann man als Betroffener eigentlich gar nicht lesen. Sie stellen mich als "Würdelos" dar.
    In vielen Gesprächen mit Vertretern der" Selbsternannten politischen Elite" habe ich diese Auffassung erfahren
    und jetzt wollen Sie sogar eine Meinungsäußerung einer Betroffenen "juristisch" bewerten lssen.
    Das erinnert mich mehr denn je an Zustände, die wir gerade vehement in der Türkei anprangern.
    Andersdenkende sollen mundtot gemacht werden und da ist der "Elite" jedes Mittel recht, und zur "Elite" zählen Sie sich ja auch.
    Wie Frau Merkel schon über 32.000 Demonstranten in Dresden äußerte- alles Dumme.
    Ich hoffe sehr, das Ihnen und besonders den etablierten Parteien, diese Dummen im Land von Goethe und Schiller endlich ihre wahre Größe aufzeigen.
    Ich vergaß mich vorzustellen, Herr Vaatz, ich bin Initiator von 3 kraftvollen Demos gegen diesen Rechtbruch und ich werde weitere Initiativen, die mir übrigends nicht ausgehen, hierzu den regierenden Verantwortlichen entgegenhalten.
    Ich, Herr Vaatz, und meine Familie waren 1988 Bundesbürger und dieses Recht lasse ich mir nicht nehmen.
    Wolfgang Graetz

    Nachsatz:
    Ihre angebliche "Private Meinungsäußerung" ist eine weitere Frechheit und verdeutlicht die bereits gezeigte Arroganz uns Altübersiedlern gegenüber.
    Sie, Repräsentant der CDU, vertreten hier zu deutlich welchen Stellenwert " das Volk" bei Ihnen und Ihrer Vorsitzenden insbesondere einnimmt- wir sind "so die Worte von dem ehemaligen Bundespräsidenten J.Gauck, die die Ärger machen in diesem Land !
    Ja, darauf richten Sie und alle aus der "Elite" sich zukünftig ein- Nein, schon jetzt !

  • #33

    Bernd Linde (Montag, 07 August 2017 19:31)

    Herr Vaatz, am 25. Juli 2017 hatte ich einen Kommentar bezüglich Ihrer „Kolumne der SUPERillu: …und was ein Politiker dazu sagt“ an Sie gesendet. Bisher habe ich dazu jedoch noch keine Antwort von Ihnen erhalten. Ich erwarte, das Sie mir Ihre diesbezügliche Antwort bis spätestens 17. August 2017 (Post-Eingang) zukommen lassen. Da wie eine grosse britische Familie haben und diese bereits von mir informiert wurde, gehen diese davon aus, das ein deutscher "Volksvertreter", wie in Großbritannien üblich, kurzfristig antwortet. Meine dortige Familie hat zwischenzeitlich unseren Schriftverkehr an die britische BBC weiter geleitet. "Demokratie ist eine Übung, welche sich unsere "Volksvertreter" nur widerwillig unterziehen - begriffen haben sie diese jedoch nicht!" Überzeugen Sie mich vom Gegenteil!
    Bernd Linde
    PS: unser "Dialog" geht auch an den "Kölner Stadtanzeiger" und die hiesige CDU.

  • #34

    Rolf Günther (Montag, 07 August 2017 20:20)

    Herr Vaatz!

    Ich habe nach meinem Kommentar vom 25. Juli noch mehrmals ihre unerträgliche Kolumne durchgelesen und jedesmal wird meine WUT ein Riesenstück größer. Viele gute und stichhaltige Entgegnungen wurden in den Kommentaren der vom RENTENRAUB Betroffenen vorgetragen. Es ist mir persönlich jedoch nochmals ein großes Bedürfnis, meiner Wut Ausdruck zu verleihen. Sie müssen verstehen, das bei diesem starken Gefühl auch die besten Argumente für unser RENTENRECHT eine untergeordnete Rolle spielen. Es ist eine unverfrorene Frechheit, wie sie über das engagierte Leben von über 300 000!!! mutigen DEUTSCHEN BÜRGERN urteilen, die den blutigen eisernen Vorhang und die Berliner Todesmauer permanent durchbrachen und damit immer mehr ins Wanken brachten. Das Vorbild machte Schule, westliche Botschaften wurden überrannt, Züge voller Flüchtlinge rollten, größere Teile der „DDR“-Bewohnerschaft schlossen sich endlich zu Demonstrationszügen zusammen und so konnte die Tyrannei bezwungen werden!

    Mit großer Hochachtung und Traurigkeit gedenke ich der vielen, oft jungen Menschen, die in einer Stasigefängniszelle und an den Grenzen der stalinistischen Diktatur ihr Leben opfern mußten.

    Sie persönlich werden den gewaltig prägenden Lebensabschnitt der Flüchtlinge, freigekauften Häftlinge und Übersiedler trotz Ihrer eigenen politischer Haft nie verstehen. Viele wurden traumatisiert und sind für ihr Leben gezeichnet. All diese mutigen Menschen sind HELDEN der deutschen Wiedervereinigung und somit der Geschichte unserer Nation. Ich konnte nur einen kleinen Beitrag leisten, riskierte aber, wie alle Anderen, Gesundheit und Leben. Die „Ermutigung“ von Wolf Biermann machte mir Mut. Meine alte Mutter hat ungeachtet ihrer SED Mitgliedschaft mich, meine Frau und meine Freunde tatkräftig bei der „Ausreise“, unterstützt. Dafür werde ich ihr ewig dankbar sein. Diese „Ausreise“ aus der stalinistischen Diktatur war der Endpunkt einer jahrelangen, gefährlichen Auseinandersetzung mit der Staatssicherheit und den anderen Vertretern des Regimes. So konnte ich endlich meine Familienangehörigen in ihren westdeutschen Heimatgemeinden in die Arme schließen und meine geliebten, aber verbotenen Bücher lesen.

    Die FREIHEIT war keine Belohnung, wie Sie behaupten, wir haben sie uns erkämpft! Daher wurden wir mit großem Stolz aus der „DDR“-Diktatur ausgebürgert. Sie persönlich mußten noch lange auf die Freiheit warten, selber Schuld kann ich da nur sagen. Trotzdem verfügen Sie im wiedervereinigten Deutschland über ein steuerlich finanziertes, sehr gutes Einkommen und sind in freudiger, hoher Pensionserwartung. Wir werden um die gesetzlich garantierte Rente betrogen! Anstatt die Täter anzuklagen, demütigen Sie die Leidtragenden. Sie machen sich darüber lustig, dass Betroffene den Rechtsweg eingeschlagen haben, ich sehe darin ein deutliches Zeichen einer undemokratischen Einstellung! Sie finden es darüberhinaus gut, wenn ich auf Konsum verzichtet hätte, um für das Alter zu investieren. Was Sie fordern bedeutet, ich hätte meinen drei Kindern Kleidung, gesunde Nahrung, Zahnspangen, Spielzeug, Schulbildung, Klassenfahrten, Studium usw. verweigern sollen, am besten hätte ich sie gleich verhungern lassen müssen, um eine bessere Rente zu finanzieren.

    Ihre verquasten Äußerungen sind eine Ungeheuerlichkeit. Ihr Ziel ist, möglichst viele unwissende Bürger gegen uns und unser berechtigtes Anliegen aufzubringen. Sie treten damit nicht nur meine Würde in den Schmutz. Viele Betroffene mußten schon für immer ihre Augen schließen, ohne das ihnen Gerechtigkeit widerfuhr.

    „DIE LÜGNER FÜHREN - NA GRADE DIE, DIE WAHRHEIT STETS IM MAUL, DIE WAHRHEIT FRECH IM MAUL.“ (Wolf Biermann)

    Ich frage, handeln Sie in einem Auftrag? Egal, Sie werden sich irgendwann der Verantwortung stellen müssen. Die Geschichte zeigt, am Ende kommt die Wahrheit immer ans Licht und die Lügen werden hinweggefegt

    Rolf Günther

  • #35

    Lothar Gebauer (Montag, 07 August 2017 23:12)

    tiefer, Herr Vaatz, kann man nicht fallen. Es gibt nicht einen Kommentar Ihrer Kolumne, der Sie auf Ihrem geschmacklosen Wegder Verhöhnung der DDR-Flücjtlinge unterstützt. Viele Kommentatoren haben an einer Stelle des Briefes, die uns allen so selbstverständlich ist, gestoppt. Sie haben geprüft, ob Ihnen die Standardanrede "Sehr geehrter Herr ..." noch gegönnt werden kann.

    Dabei ist Ihre Aufgabe so einfach. Sie müssen überhaupt nicht entscheiden, ob die Eingliederung der Flüchtlingeper FRG Recht oder Unrecht ist. Das haben Ihre Vorgänger schon 1959 getan und millionenfach angewandt. Sie, Herr Vaatz, müssen nur nach einem Weg suchen, der Recht wiederherstellt und die Täter findet. Die jenigen, die Recht gebrochen haben, haben ohne Gesetz gearbeitet, also ungesetzlich. Das ist in einem Rechtsstaat strafbar, in jedem Rechtsstaat.
    .

  • #36

    Helfried Dietrich (Sonntag, 10 September 2017 11:07)

    Guten Tag Herr Vaatz,

    Zum Glück konnte ich mir im Westen eine kleine Existenz aufbauen und bin nicht allein auf das angewiesen, was mir die Bundesregierung von meinen einstigen Rentenansprüchen übriggelassen hat.
    Andere trifft es da weitaus härter.
    Zur Erinnerung: Es waren die „Antragsteller“, die zuerst in Leipzig auf der Straße waren und riefen: „Wir wollen raus.“ Erst als deutlich wurde, dass die DDR- Führung dem Treiben hilflos gegenüberstand, kamen jene hinzu, die eine andere DDR wollten. Sie haben deshalb Recht, wenn Sie früher einmal gesagt haben, die Demonstrationen hätte die DDR ausgehalten und ohne die Ausreisebewegung wäre uns die DDR noch lange erhalten geblieben.
    Der Artikel „Die Rentenwut der Ausreiser“, auf die Sie Bezug nehmen, stellt das Problem an meinem Beispiel notwendigerweise verkürzt, aber korrekt dar.
    Was Sie allerdings, Herr Vaatz, der Sie sich gern als früheren Bürgerrechtler titulieren lassen, mit Ihrer Kolumne abliefern, ist wirklich ein starkes Stück.
    Sie holen ungeniert, nicht zufällig kurz vor der Bundestagswahl, Missgunstkomplexe des Teiles der DDR- Bevölkerung, der damals den „Ausreisern“ neidvoll hinterhergeschaut hatte, wieder aus der Mottenkiste hervor.
    Zunächst eine Klarstellung: Die Unterscheidung zwischen Rentenwert (ohne Zusatzbezeichnung, gültig für die alten Bundesländer) und Rentenwert Ost wurde, als das DDR- Rentensystem abgelöst wurde, eingeführt, um dem damals unterschiedlichen Preisniveau in beiden Teilen Deutschlands Rechnung zu tragen und mit gleichen Rentenpunkten eine etwa gleiche Kaufkraft zu generieren. Noch deutlicher: Wer z.B. 2017 aus einem östlichen in ein westliches Bundesland umzieht und dort Rente beantragt, dem wird sie ebenfalls mit dem Rentenwert berechnet. Es ist unredlich, wenn Sie (und viele Ihrer Politikerkollegen) dies so darstellen, als hätten wir damit bereits einen Vorteil.
    Das Fremdrentenrecht hatte sich bis 1993 seit mehr als 30 Jahren bewährt, diente es doch dazu, den Freigekauften, Flüchtlingen und Übersiedlern eine durchschnittliche Alterssicherung zu ermöglichen. Obwohl Sie es besser wissen, ignorieren Sie, dass das Fremdrentenrecht ungekürzt weiter gilt für alle, die bis zum 31.12.1990 aus Polen nach Deutschland gekommen sind (egal, welcher Nationalität), oder die vor 1937 geboren sind, Westberliner Reichsbahnbedienstete waren und für alle, die eine fremde Staatsangehörigkeit haben bzw. aus der DDR ins Ausland gegangen sind. Es stört Sie auch nicht, dass es keine Rolle spielt, ob jemand, der heute in den östlichen Bundesländern Rente nach dem AAÜG (oft in vergleichbarer Höhe wie nach Fremdrentenrecht, teilweise auch deutlich darüber) bekommt, jemals SV- Beiträge gezahlt hat, wie ehemalige Staatsbedienstete, Kombinatsdirektoren, Ingenieure, die am 30.06.1990 in einem VEB gearbeitet haben, frühere Angehörige der Bewaffneten Organe, Partei- und FDGB- Funktionäre und viele andere.
    Nur allen Deutschen, die aus dem Arbeiter- und Bauernparadies abgehauen und nach 1936 geboren sind, gönnen Sie im Namen der Bundesregierung keine angemessene Altersversorgung!
    Was würden Sie, Herr Vaatz, Ihre Gesinnungsgenossen oder die Öffentlichkeit sagen, wenn den Flüchtlingen, die heute aus vielen Ländern zu uns kommen, nachträglich nicht das gewährt würde, was ihnen bei ihrer Ankunft rechtsverbindlich zustand?
    Der eigentliche Skandal ist der staatlich vollzogene Rechtsbruch, den Sie schönreden wollen, und nicht einmal das Bundesverfassungsgericht sieht sich genötigt, diesen zu heilen.

    Helfried Dietrich

  • #37

    Hans Dörband (Montag, 25 September 2017 22:04)

    Hallo Herr Vaatz,
    die Bundestagswahl ist gelaufen und CDU, CSU und SPD sind allesamt mit ihren schlechtesten Ergebnissen, die sie seit 1949 erzielt haben, von den deutschen Wählerinnen und Wählern "abgewatscht" worden.
    Wie ich finde, zu Recht und ich gönne es Ihnen und Ihrer Partei auch.
    Da hilft es auch nichts, wenn Ihre Partei immer noch stärkste Partei ist, die Frage ist, wie lange noch ?
    Diese Watsche hat wahrscheinlich in erster Linie mit der verfehlten Merkelschen Flüchtlingspolitik und ihren weiteren "Verfehlungen" zu tun, sicher auch mit der Anbiederung der SPD an die CDU im Ergebnis der Bun-destagswahl 2013, die daraus resultierende und wie man seit längerem sieht, unselige Bildung der GroKo.
    Aber meinen Sie nicht auch, dass Ihre persönliche unerträgliche und ungerechtfertigte Hetze gegen uns ehemalige DDR - Flüchtlinge eine Rolle gespielt hat, zumindest in "SUPERillu - Land"?
    Glücklicherweise haben jedoch Ihre Lügen und Halbwahrheiten bei den Adressaten, den mündigen Bürgern Ostdeutschlands, mehrheitlich nicht verfangen.
    Die wissen schon, was gehauen und gestochen ist und haben Ihnen, den ich für einen gefährlichen, politi- schen Brandstifter ansehe, eine Abfuhr erteilt.
    Jahrelang sind unsere Landsleute, genau, wie wir, betrogen und belogen worden und haben dadurch ein Gespür dafür erlangt, wem zu glauben ist und wem nicht.
    Ich frage Sie, warum tun Sie das?
    Für Geld macht man so Manches, aber muss man sich derart "verkaufen"?
    Ihr Gehalt wird allemal für ein gutes Leben und eine gute Pension reichen, oder?
    Ich fordere Sie hiermit auf: machen Sie eine Kehrtwendung, wenn Sie ein ehrlicher und geachteter Mensch sein und auch bleiben wollen und hören Sie auf, auf uns dreinzuschlagen.
    So, wie es sich darstellt, ist Ihr Verhalten mit dem eines Bürgerrechtlers, der Sie doch sein wollen, in kei-
    ner Weise vereinbar.
    Meine Erziehung gebietet es mir, dass ich Sie zum Abschluss dennoch freundlich grüße.

    Hans Dörband



  • #38

    Michael Langbein (Donnerstag, 28 September 2017 16:15)

    Einfach nur ekelhaft ihr Beitrag und menschenverachtend.

  • #39

    Joachim Sturm (Freitag, 13 Oktober 2017 18:47)

    Herr Vaatz

    Als wir Notaufnahmelager Giessen ankamen,erfuhren wir wie unsere spätere Rente berechnet werden würde.
    Lieber arm in Freiheit, als reich in einer Diktatur "leben",Hr.Vaatz.

    Herr Vaatz schauen Sie doch mal unter Wikipedia Selbstschußanlagen nach.
    Ein Hr.Erich Lutter ,SS-Führer im Referat II D 4 (Waffenwesen) Reichsicherheitamt entwickelte im Auftrag von Reinhard Heydrich eine Konzept für Selbschußanlagen an der Umzäunung von Konzentrationslager.

    Hr.Vaatz ,den Rest können Sie bitte selbst lesen.