Erklärung zur Abstimmung: "Einführung des Rechts auf Eheschließung für Personen gleichen Geschlecht"

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Kommentare: 6
  • #1

    Heide Voigt (Freitag, 30 Juni 2017 18:47)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,
    ich habe viele Jahre in der Rähnitzgasse neben Ihrem Büro für Herrn Schröder gearbeitet. Eine Frage hätte ich an Sie. Warum sind Sie noch in diesem Parlament, wenn Sie dort aber auch gar nichts bewirken können!!!
    Ich selbst bin 2012 aus der CDU ausgetreten und dass war eine sehr gute Entscheidung!

    Mit freundlichen Grüßen

    Heide Voigt

  • #2

    Daniel Kästner (Samstag, 01 Juli 2017 05:07)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    Ihre Kritik ist vollkommen berechtigt und richtig. Diese Entscheidung wird gravierende Folgen haben, denn sie wird weitere zwangsläufig nach sich ziehen, wie die nach dem Zugang zur künstlichen Befruchtung, die der LSVD schon länger fordert. Es geht nicht darum, jemandem nicht ein Kind zu gönnen, sondern es geht um eine besorgniserregende Entwicklung, die immer mehr zur Kommerzialisierung des Kinderbekommens geht. Wir plädieren daher für einen generellen Verzicht auf künstliche Befruchtung (CDL-Grundsatzprogramm).

    Mit freundlichen Grüßen
    Daniel Kästner

  • #3

    Markus Fugger von dem Rech (Sonntag, 02 Juli 2017 14:09)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    Sie haben meine voll umfängliche Zustimmung!

    Mit freundlichen Grüßen

    Markus Fugger v. dem Rech (neu nach Dresden-Pieschen zugezogen)

  • #4

    M.S. (Mittwoch, 05 Juli 2017 14:42)

    - Glauben Sie, dass das Eingehen heterosexueller Partnerschaften, oder zumindest die Ehe zwischen zwei Menschen unterschiedlichen Geschlechts a priori auf das Zeugen von Nachwuchs angelegt ist bzw. sein sollte? Handelt es sich bei Ihrem Text also um eine Streitschrift zur Rehabilitierung Zweck-Ehe, die zuvorderst dem Zweck der Fortpflanzung zu dienen habe, und leugnen Sie damit konsequenter Weise auch die Möglichkeit der reinen Liebesheirat bzw. der heterosexuellen Liebe ohne Kinderwunsch?
    - Bedeutet, anders als Sie es in Ihrem Schreiben imaginieren, nicht vielmehr Ihre Interpretation des Ehe-Begriffs eine Entwertung kinderloser heterosexueller Ehen sowie anderer Modelle heterosexueller Partnerschaften mit Kindern?
    - Reduziert Ihre Haltung die Rolle des Menschen in der Gesellschaft nicht unzulässiger Weise auf seine Reproduktionsfähigkeit und verweist sie den Sinn seiner Existenz damit nicht gleichsam in einen vorkulturellen bzw. vorsozialen Raum?
    - Befürchten Sie tatsächlich, dass sich fortan heterosexuelle Paare mit Kinderwunsch - angesichts der Gleichstellung homsexueller Partnerschaften und der damit angeblich einhergehenden Entwertung heterosexueller Ehen - von ebendiesem abbringen lassen?
    - Und nein, einer standesamtlich zu schließenden Ehe sollte kein religiös imprägniertes Verständnis des Ehebegriffs zugrunde gelegt werden. Seit den 1870er-Jahren hätte diese Erkenntis eigentlich längst in den entlegensten Winkeln menschlichen Denkens Einzug halten können.

    Die Fragen wurden Ihnen, Sie werden es kaum glauben, von einem heterosexuellen, glücklich verheirateten Mann und Familienvater präsentiert.

  • #5

    Cathleen Bochmann (Donnerstag, 06 Juli 2017 07:25)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,
    Unterstützen Sie obligatorische Fruchtbarkeitstest - leicht beizubringen durch ein ärztliches Attest - vor Erteilung einer Erlaubnis zur Eheschließung sowie ein kategorielles Verbot von Heiraten bei denen die Frau über 45 Jahre (Grenze der Fruchtbarkeit) alt ist? Schließlich besitzen solche Verbindungen nicht die von Ihnen genannte "zwingende Fähigkeit, Keimzelle neuen Lebens zu sein".

  • #6

    sabine thielemann (Freitag, 21 Juli 2017 10:07)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,
    schon längst ist medizinisch und psychologisch bewiesen: homosexuelle Menschen haben sich genauso wenig wie heterosexuelle für ihre sexuelle Orientierung entscheiden können. Daher halte ich Ihren Denkansatz (dass Fortpflanzung mit dem Eingehen homosexueller Bindungen absichtlich vermieden werden soll) für grundlegend falsch, denn die Homosexualität bringt nicht gewollt sondern zwangsweise aus biologisch-funktionellen Gründen mit sich, dass mit dem Lebenspartner keine Kinder gezeugt werden können. Viele kinderlose Paare (hetero und homosexuelle) wollen Kinder, wie die diverse gelungene Adoptionen bezeugen. Diese Kinder sollen auch in jeder Hinsicht gleichgestellten Ehen/Familien aufwachsen können.
    Als Eheschließungsgrund sollten Liebe und Vertrauen in eine gemeinsame Zukunft im Vordergrund stehen. Ich bin jetzt 53 und habe drei erwachsene Kinder; dürfte ich jetzt nach Ihrer Auffassung nicht mehr heiraten, weil ich erstens viel zu alt wäre und zweitens auch gar keinen Kinderwunsch mehr hätte?