Kolumne in der SUPERillu: " Die Grünen und ihre alternativen Fakten"

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Kommentare: 2
  • #1

    Andreas Richter, Dresden (Montag, 03 Juli 2017 18:41)

    "Bis heute hat es in Fukushima keinen Todesfall durch Verstrahlung gegeben..." Vielleicht ist es trotzdem des Nachdenkens wert, daß zig Tausende Einwohner von dort evakuiert wurden, also ihre Heimat, ihr Lebensumfeld, ihren ganz persönlichen Ort des Lebens, ihre Vergangenheit und oft bestimmt auch die Zukunft verloren. Wer von uns kennt denn diese ganzen einzelnen Schicksale? Ich versetze mich da nur als Mensch in diese ganze Situation, nicht als Vertreter einer politischen Richtung, und kann solche Haltung nur weiter empfehlen.

  • #2

    Arnim Blasche, Halle (Mittwoch, 02 August 2017 17:24)

    Sehr geehrter Herr Arnold Vaaz,
    alternative Fakten werden uns ständig präsentiert. Ich kann nicht nachprüfen, ob wirklich kein Mensch an Verstrahlung in Fukushima gestorben ist.
    Ich kann auch nicht nachprüfen, wieviele Fische im Meer verstrahlt wurden und somit in die Nahrungskette gelangten.
    Leider kann ich viel zu wenig von dem nachprüfen, das mir in den Medien präsentiert wird.
    Ich weiß nur eins, dass die Gier der Mächtigen und Wohlhabenden uns mit einer großen Anzahl von alternativen Fakten versorgt, die nichts mit gesellschaftlicher Realität zu tun hat.
    Banken werden uns als systemrelevant präsentiert, und gesellschaftliches Eigentum wird in deren Rettung gepumpt, damit diese Banken immer mehr gesellschaftliches Eigentum der privaten Kontrolle zuführen können.
    Regierungen, die es sich erlauben, ihre Rohstoffquellen in den Dienst der Allgemeinheit zustellen, werden von geopolitischen Machthabern verunglimpft und destabilisiert.
    Die westliche Leitkultur besteht darin, das die Reichen Gesetze schreiben lassen, die festlegen, wie sie noch reicher werden können.
    Es werden Millionen für Wahlkampagnen ausgegeben und für die Imagepflege der Parteien, aber an einer gesellschaftlichen Wahrheit oder einer wirklichen Lösung der Verteilungsfrage ist doch kein Politiker wahrhaftig interessiert. Für die Politiker ist die Verteilungsfrage gelöst, weil sie ja ab einer kleinen Zeit der Mitwirkung im Machtgefüge sich ein bedingungsloses Grundeinkommen gesichert haben.
    Jedes Volk darf seine Vertreter wählen, die den Willen der Finanzoligarchie auf dem Hoheitsgebiet des jeweiligen Landes durchsetzt.
    Da die Sozialgesetze für das Volk und nicht für Politiker und die internationalen „Volksvermögensverwalter“ geschrieben werden, wird wohl in der nächsten Zukunft kein „westlicher“ Politiker ein größeres Interesse an seinem Volk haben. Er muss nur aufpassen, dass nicht alles im Chaos versinkt, damit er seine Privilegien auch in Ruhe genießen kann.
    Aber man wird mit neuen Antiterrorgesetzen nebenbei auch alle Stimmen zum Schweigen bringen, die die Aggressivität des Kapitals und die moderne Kriegstreiberei durchschauen und anprangern.
    Ich behaupte, dass die überwiegende Mehrheit der Erdbevölkerung ein gutes Gespür dafür hat, was es bedeutet, zu nehmen und zu geben, damit jeder sein Ein- und Auskommen hat.
    Warum die meisten Politiker gerade die Interessen der gierigsten Menschen und der aggressivsten Kriegstreiber vertreten, das wird mir wohl noch lange ein Rätsel bleiben.
    Eine Globalisierung, die nur der weiteren Bündelung des Reichtums in den Händen des asozialsten Teiles der Menschheit dient, ist unverantwortlich und im größten Maße undemokratisch.
    Meine alternative Faktenkette sagt mir, dass die Macht auf unserer Erde schon seit längerem nicht mehr von den Politikern und schon gar nicht von den Völkern ausgeht.
    Ich würde mich gern vom Gegenteil überzeugen lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Arnim Blasche