Stefan Müller, parl. Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung,   besucht auf Einladung von Arnold Vaatz die Handwerkskammer Dresden

Am 20. Januar 2015 besuchte Stefan Müller, parlamentarischer Staatssekretär aus dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) auf Einladung von Arnold Vaatz die Handwerkskammer Dresden. Er übergab ein Fördermittelbescheid für die berufliche Weiterbildung.

 

Damit kann das seit dem Schuljahr 2009/2010 sehr erfolgreiche Projekt „Förderung der Berufsorientierung in überbetrieblichen und vergleichbaren Bildungsstätten“ auch im kommenden Schuljahr für 1.046 Schüler fortgeführt werden. Insgesamt über 4.000 Schüler nutzten bislang die 10-tägige Berufsorientierung im Dresdner Bildungszentrum der Handwerkskammer.

 

Das Ziel dabei ist es, den Erfolg unserer regionalen Handwerksbetriebe durch einen guten Fachkräftenachwuchs zu sichern. Eine frühzeitige und umfangreiche Berufsorientierung ist die Basis für eine kluge Berufswahl und den erfolgreichen Abschluss der Ausbildung.

 

Im Anschluss fand ein Gespräch mit den Geschäftsführern der Firmen Heliatek und Novaled statt. Beide Firmen werden vom BMBF im Rahmen des Programms „InnoProfile-Transfer“ gefördert. Beim Treffen mit Dr. Martin Pfeiffer, Technischer Direktor der Heliatek GmbH, und Dr. Jan Blochwitz-Nimoth, Verantwortlicher für den Bereich Forschung und Entwicklung der Novaled AG, erhielt Staatssekretär Stefan Müller und Arnold Vaatz einen Einblick in die Produktion der flexiblen organischen Solarfolien, HeliaFilm®.

 

Beide Firmen waren im Jahr 2011 Gewinner des Deutschen Zukunftspreises für Technik und Innovation für ihre gemeinsamen Ergebnisse bei der Erforschung organischer Halbleiter und der wirtschaftlichen Umsetzung dieser Erkenntnisse.

 

Das aus der TU Dresden hervorgegangene Team hat mit der Gründung beider Firmen ein weltweit führendes Organik Elektronik Cluster in Dresden aufgebaut und damit viele Arbeitsplätze geschaffen. Gemeinsam entwickelten sie eine Technologie für organische Halbleiter, die neuartige und effiziente Bauelemente ermöglichen, wie z.B. organische Leuchtdioden (OLED) mit drastisch reduziertem Energieverbrauch und langer Lebensdauer sowie flexible, organische Solarzellen mit deutlich erhöhter Effizienz. Damit werden visionäre und ressourcenschonende Anwendungen in vielen verschiedenen Lebensbereichen möglich.

 

Heutige Elektronik basiert meist auf kristallinen Halbleitern, z.B. aus Silizium, das aufwändig und teuer verarbeitet werden muss. Organische Elektronik auf Basis von Kohlenstoffverbindungen bietet umweltschonende Alternativen und neue Einsatzbereiche. Organische Halbleiter machen es möglich, unter minimalem Energie- und Materialaufwand leichte, flexible, großflächige und effiziente Elektronik herzustellen. So sind die farbbrillianten Flachdisplays bei Smartphones der neuen Generation ohne diese Entwicklungen nicht herstellbar.

 

Bild: Vorstellung der organischen Solarfolie – HeliaFilm®. Dr. Jan Blochwitz-Nimoth (Novaled AG), Staatssekräter Stefan Müller, Dr. Martin Pfeiffer (CTO Heliatek GmbH), Bundestagsabgeordneter Arnold Vaatz (von li.), Quelle: Heliatek GmbH



 

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