Beitrag: Einige Anmerkungen zum „Erneuerbare-Energien-Gesetz“, seinem Sinn, seiner Wirkung und den seiner Entstehung zugrunde liegenden Motiven und Denkweisen

Das EEG von 2002 ist ebenso wie sein am 1. Januar 1990 in Kraft getretenes Vorläufergesetz eine ordnungspolitische Fehlleistung. Es hat zudem einen Zauberlehrling-Mechanismus in Kraft gesetzt, der – wie sich jetzt zeigt – nur schwer zu stoppen ist. Am Rande bemerkt: Schon der Name „Erneuerbare-Energien-Gesetz“ sagt viel über die Autoren. Jeder Mensch lernt nämlich in der Schule, dass Energie nicht erneuerbar, sondern nur in unterschiedliche Formen umwandelbar ist.

 

Will man den CO2-Ausstoß tatsächlich verringern, dann genügt das Prinzip des europäischen Emmissionshandels. Die hierdurch bewirkte Verteuerung erzwänge einen Kostendruck auf die Energieversorger, dessen sie sich entledigen können, sobald sie alternative Energiereserven erschließen. Analog dazu könnte ein solcher europäischer Verteuerungsmechanismus auch am politischen Ziel des Ressourcenschutzes ausgerichtet sein und entsprechend wirken. Jeder weitere Eingriff in die Energiewirtschaft macht das System überbestimmt.

 

Das EEG unterbindet die freie Wahl der Technologie, die zur Bereitstellung alternativ erzeugter Energie dienen soll. Damit bevormundet es die Energiewirtschaft, schränkt die Entfaltungsmöglichkeiten alternativer Energieerzeugung ein und schadet der technologischen Entwicklungsbreite. Gleichzeitig verleiht es ineffizienten und damit ökologisch schädlichen Energieerzeugungstechnologien einen wirtschaftlichen Schub, der aus der ökonomischen Situation heraus – anders als Mobilfunk oder Internet – allein nie entstanden wäre. Die geförderten Techniken bestehen im Markt nicht aus eigener Kraft. Sie hängen an den Marionettenfäden politischer Willkür und fallen in sich zusammen, sobald diese gekappt werden.

Noch verheerender ist die Wirkung des Einspeiseprivilegs, mit dem die Politik auch noch im bestehenden Energiemix ideologisch darüber richtet, welches gute Energiequellen und welches schlechte sind. Sie schützt die EEG-geförderten Energieerzeugungsformen nicht nur vor dem Aufwuchs potentieller nichtkonventioneller Wettbewerber, sondern auch vor dem Wettbewerb mit konventionellen Energieangeboten. Mit dem Ausfall dieses inneren Wettbewerbs gibt es allerdings auch keine Kraft mehr, die eine wirkliche technologische Fortentwicklung der Stromgewinnungs- und -übertragungstechnologien aus den vom EEG privilegierten Quellen erzwingt. Entsprechend wird bei Wind und Sonne seit Jahren nur in (sich sehr gemächlich entwickelndes) Bekanntes investiert, und der Anteil der führenden Solarhersteller aus Deutschland unter den Top-10 oder den Top-100 schwindet kontinuierlich.

 

Die schlimmste Wirkung entfalten aber die inzwischen außer Kontrolle geratene Höhe sowie die Dauer der EEG – Subventionen. Dies führt nicht nur zur singulären Risikofreistellung der alternativen Energieerzeuger: Die Zuflüsse unterliegen auch nicht den Schwankungen der Konjunktur. In Zeiten, in denen für optimale Geldanlagen in der freien Wirtschaft bei niedrigem Risiko höchsten 3% Rendite zu erwarten sind, führt die Anlage von Geld in alternative Energieerzeugungssysteme zu Renditen, die beim Dreifachen dieses Wertes liegen. Damit wird im großen Stil Kapital aus Investitionsbereichen abgezogen, in die ohne dieses Gesetz jene Mittel investiert worden wären, die infolge des EEG im Alternativenergiebereich landeten. Diese Verzerrung der Investitionsströme beeinträchtigt nun diese von Investitionszurückhaltung betroffenen Branchen. Im Bereich der alternativen Energieerzeugung hingegen ist der Bedarf (und damit die wichtige marktwirtschaftliche Kategorie Nachfrage) als begrenzende Größe der Investitionsvolumina ausgeschaltet. Entsprechend entstehen absurde Stromerzeugungskapazitäten, für die es unerheblich ist, ob sie überhaupt vom Netz abgenommen werden können oder nicht, welche Schwankungsbreite sie zwischen Über- und Unterangebot erzeugen und welche Strommengen wegen Netzüberlastungen weggeworfen werden müssen. Andererseits müssen potentiellen Abnehmern von Strom sogar Vergütungen angeboten werden, damit sie beispielsweise in Hochbelastungszeiten des Netzes bereit sind, dieses zu entlasten (negative Strompreise). Der Alternativstrom ist in diesem Fall zweimal zu vergüten: Zum Einen dem Erzeuger und zum Anderen dem Abnehmer. Der Netzbetreiber zahlt an beide, reicht die Gesamtkosten an die EVUs weiter und diese wälzen sie auf den Stromkunden ab.

 

Für das Produkt Solarstrom ergab sich im Jahr 2011 folgende Bilanz:

 

Energieeinspeisevergütung:                           16,7 Mrd. Euro

Gegenwert des eingespeisten Stromes:            4,7 Mrd. Euro

Nachtrag aus den Quartalen II.-IV./2010:         1,1 Mrd. Euro _______________________________________________________

Differenz:                                                    13,1 Mrd. Euro

 

Halbwegs sinnvoll wäre bei aller ordnungspolitischen Fehlorientierung ein solches Energieeinspeisegesetz dann gerade noch, wenn es die Vergütung einer Kilowattstunde alternativ erzeugten Stroms nicht bereits dann vorschriebe, sobald diese dem Netz angeboten wird, sondern erst dann, wenn diese Kilowattstunde über einen gewissen Zeitraum (einen Monat oder ein Jahr) zu jedem Zeitpunkt kontinuierlich angelegen, sich also in dieser Zeit als grundlastfähig erwiesen hätte. In diesem Fall wären Investitionen in Windmühlen und Solardächer so lange unterblieben, bis die nötige Speichertechnologie für die Aufnahme volatiler Stromanfälle bei gleichzeitiger Abgabe konstanter, grundlastfähiger Energieströme bereitgestellt gewesen wäre. Aber bis heute lehnt es die Politik quer über alle im Bundestag vertretenen Parteien ab, über einen solchen Vorschlag auch nur nachzudenken.

 

Das EEG erzeugt außerdem einen massiven Kapitalabfluss aus Deutschland zu internationalen Exporteuren von PV-Elementen (z.B. nach China). Im Jahr 2010 lag das Importvolumen von Solartechnik aus China bei 5,9 Mrd. Euro, der Export von Deutschland nach China im Bereich der alternativen Energietechnologie bei 159 Mio. Euro, d.h. der Import übertraf den Export um das 37fache. Für die chinesische Politik war dies eine Form des Gelddruckens: Auf der Sollseite flossen frisch gedruckte Banknoten als Staatssubventionen zur Aufbesserung der chinesischen Niedriglöhne in das Produkt, man fertigte praktisch Geldscheine aus Silizium; auf der Habenseite wurden dieses Siliziumgeld in Deutschland gegen Euro eingetauscht und statt in Deutschland produzierter PV-Elemente, die sich in den Lägern unserer Solarindustrie türmten, auf die Dächer geschraubt. Deutschen Firmen wurden im großen Stil aus dem Markt gedrängt. Sie stehen den chinesischen PV-Riesen nun beim wirklichen Geschäft, der Erschließung des ergiebigen Teils der Solarmärkte (die eben nicht nördlich der Alpen, sondern zwischen den Wendekreisen liegen) nicht mehr im Wege.

 

Wir sind eine solidarische Gesellschaft. Wir arbeiten auch daran, Entwicklungsnachteile in ärmeren Weltregionen beheben zu helfen. Dazu bearbeiten wir das weite Feld der Entwicklungszusammenarbeit, für das wir in naher Zukunft jährlich 0,7% unseres Bruttonationalprodukts aufwenden wollen. Im hier interessierenden Fall ist es Deutschland gewesen, das mit massiven Anschubfinanzierungen das chinesische Solarimperium beim Aufbau unterstützt hat. So überwies das BMU zunächst etwa 9 Mio. Euro, die es vorher in Form von Verschmutzungszertifikaten der deutschen Wirtschaft entzogen hatte, nach China. Sodann flossen mindestens 75 Mio. Euro als billige Kredite von KfW und DEG an Firmen wie die Branchenriesen Yinli, Sunergy, JA-Solar und andere. Dies, so ist in Veröffentlichungen des BMU zu lesen, firmiere unter der Überschrift „Förderung der globalen Klimagerechtigkeit“. Diese Firmen werden dann bald nach der Eroberung des europäischen auch den Markt zwischen den Wendekreisen dominieren. Dort geht es darum, die enormen Summen, die vermittels der Millenium Developement Goals (MDG) von den Industriestaaten in die Solarenergieförderung der Entwicklungsländer fließen werden, mit Hilfe der Siliziumtafeln nach China umzuleiten.

 

Ökonomisch und ökologisch geboten sowie ohne jede negative Wirkung auf die Sicherheit der Stromversorgung und das Gemeinwohl insgesamt wäre die sofortige ersatzlose Streichung des EEG. Dies ist inzwischen ausgeschlossen, weil das EEG durch die Umverteilung enormer Geldsummen in die Hände der Wind- und Solarenergieerzeuger eine neue politische Großmacht geschaffen hat, die Ihre Besitzstände rücksichtslos verteidigt. Selbst der richtige Versuch einer Reduzierung der unvernünftigen Vergütungshöhe wurde zu einem politischen Desaster (Ablehnung durch die ostdeutschen Länder im Bundesrat), weil die Erzeuger alternativer Energien die existenzielle Notlage der ostdeutschen Solarfirmen (die durch übermächtige chinesische Konkurrenz entstand und mit der mit der Einspeisevergütungshöhe nichts zu tun hat) für sich zu instrumentalisieren verstanden. Ganz im Gegenteil ist zu erwarten, dass die neue, von unten nach oben umverteilende, planwirtschaftliche sowie markt- und ressourcenzerstörende Denkstruktur, die zum EEG geführt hat, sich zunehmend auch anderer Sachbereiche bemächtigen wird. Als nächstes Wirkungsfeld bietet sich der Kraftfahrzeugmarkt an. Es wäre nicht überraschend, wenn die politische Elite Deutschlands bald mit Anschaffungssubventionen für das neue Öko-Kampfziel „Elektroauto“ ein neues planwirtschaftliches Wunderwerk aus dem Hut zauberte.

 

Aber soweit sind wir noch nicht. Mein vorläufiges Fazit ist zunächst, dass wohl kaum etwas der sinnvollen Entwicklung und Nutzung von Zukunftstechnologien so nachhaltig geschadet hat wie das EEG und dessen Vorläufer.

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Kommentare: 9
  • #1

    Peter Ungerer (Mittwoch, 13 Juni 2012 07:51)

    Ich kann Ihrem Beitrag nur zustimmen. Ich möchte weiter bemerken, daß die Kernschmelze der 3 Reaktoren in Fukushima Daiichi keinesfalls als Begründung für die Abschaltung der deutschen AKWs taugt. Die Anland-Bringung der ex-U-Boot-Reaktoren war so fehlerhaft, daß Mitarbeiter der GE unter Protest kündigten. Obwohl die thermische Widerstandszeit der AKWs nur 4 Stunden betrug, hat die japanische Regierung 20 Stunden für die Genehmigung der Kühlung mit Meerwasser gebraucht. Ich habe die vielen Fehler im März 2011 in CDUnet geschildert, die Reaktion der CDU war, den Server abzustellen. Japan war keinesfalls ein nukleares High Tech Land, wie Herr Dr. jur, Röttgen meinte. Den Orginaltext finden Sie auf http://forum.cdme.info/

  • #2

    Hofmann Marc (Mittwoch, 13 Juni 2012 10:05)

    Hallo Hr. Vaatz,
    mir scheint, Sie haben als einer von sehr wenigen Politikern des Bundestags das negatve Ausmaß des EEG für unseren Volkswohlstand verstanden.
    Das EEG war und ist nichts anderes als ein Wohlstandsvernichtungsgesetz für unser Volk!
    Und die CDU/FDP tut immer noch so als wären Sie eine grüne Ökopartei! Das Öko und Klimagespinne soll man den Grünen und Roten überlassen. Die CDU/FDP soll sich wieder um wirschaftlich-technisch sinnvolle Themen kümmern. Die Klima- und Energiepolitik hat im Moment sehr sehr wenig was mit Vernunft und Verstand zu tun. Diesen grünen (Öko-)Ideologismus sollte man den Grünen überlassen und sich als CDU/FDP stärker davon abtrennen. Fr. Merkel will mit Ihren Politikstil alle Themfelder der Opposition besetzen und dies muss mit der Zeit in die Hose gehen! Die CDU/fDP soll sich auf Ihre Kernpunkte wieder beschränken und klare Kante zeigen. Sie muss wieder unterscheiden, welcher Weg wirtschaftlich und technisch sinnvoll für eine Wohlstandsgesellschaft ist. Dazu gehören weder Klimaschutzauflagen noch die sog. erneubaren Energien mit samts dem irrsinnigen EEG (Wohlstandsvernichtungsgesetz). Dies ist nur was für Radikale. In diesem Fall für eine Ideologie der Ökosozialisten.

  • #3

    H. Köhler (Mittwoch, 13 Juni 2012 10:50)

    Auch ich kann Ihren Ausführungen nur zustimmen und Sie ermutigen, weiterzumachen, damit diesem ideologischen Wahnsinn "Energiewende" endlich ein Ende bereitet wird.

    Während der jüngste Aktion auf CDUplus "Meine Idee. Unser Antrag für Deutschland" finden Sie unter dem Faden "Gestaltung der Energiewende und verantwortungsvolle Nutzung von Ressourcen" sehr ähnliche Meinungen mit hohen Zustimmungsraten.
    Bitte sorgen Sie dafür, dass die Antragskommission diese Beiträge weder unter den Tisch fallen lässt, noch "dialektisch umdeutet.

    Fukushima war kein rational nachvollziehbarer Grund aus der sicheren Kernenergie in Deutschland auszusteigen. Bis heute starben zwar 19.000 Menschen in Japan an den Folgen des Erdbebens, keiner jedoch an ionisierenden Strahlen aufgrund des mehrfach-GAUs in Fukushima - entgegen aller Panikszenarien in Politik und Medien.

    Auch für die Zukunft sieht die WHO kein messbar erhöhtes Risiko für Krebserkrankungen durch das Fukushima - Ereignis. Weitere internationale Wissenschaftler sehen dieses ebenso:
    http://www.welt.de/wissenschaft/article106502063/Die-Angst-war-schlimmer-als-die-Strahlung.html

    Sehr geehrter Herr Vaatz, erinnern Sie sich? Nahezu gleichzeitig mit den Ereignissen in Japan stieg in Deutschland sprunghaft die Zahl an Infektionen mit einem besonders aggressiven EHEC-Bakterium an. Insgesamt erkrankten fast 4.000 Menschen, davon 855 schwer. 53 Menschen starben und bei vielen weiteren Fällen führte die Erkrankung zu chronischem Nierenversagen. Trotz der direkt durch das Ereignis verursachten massenhaften Toten und Verletzten fordert niemand die Einberufung einer Biolandwirtschafts-Sicherheitskommission, noch die Bildung einer Ethikkomission zum Ausstieg aus der Biolandwirtschaft, ganz im Gegenteil:

    Der Ökosprossenmeiler in Bienenbüttel ist wieder am "Netz", denn Öko ist bekanntlich gut, auch wenn es Menschen tötet.

    Kann irgendetwas die Schizophrenie unserer Politik und unserer Gesellschaft trefflicher "karikieren", als die zufällige Koinzidenz dieser beiden Ereignisse und die in Deutschland hieraus resultierenden Konsequenzen auf der einen Seite, bzw. Nicht-Konsequenzen auf der anderen Seite?

    Die CDU, zumindestens ihr zur Zeit führender ökologistischer Flügel, folgt grünen Ideologen und deren Hirngespinsten, die in für Jedermann erschwinglicher Energie Teufelswerk sehen, was es zu verhindert gilt - man lese hier:

    http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/wirtschaft/energie-muss-verteuert-werden--56707446.html

    hier: http://www.sueddeutsche.de/politik/was-strom-kosten-darf-die-energie-luege-1.1080516

    und hier: http://www.nationalreview.com/planet-gore/16235/end-people-are-still-problem/chris-horner#

    In deren antihumanen Weltsicht erkennen diese "Weltenretter" den Mensch als Feind einer "Umwelt", also einem gedanklichen Konstrukt, welches eigentlich erst durch die Intelligenz der Menschen definiert werden konnte. Nur in einem in sich geschlossenen, pathologischen Weltbild, einer kranken Ideologie, kann man der Feind seines eigenen, intellektuellen Konstruktes werden oder in Seinesgleichen dessen "Feind" erkennen, den es auszumerzen oder umzuerziehen gilt:

    "Wenn wir uns nicht ändern, wird unsere Spezies nicht überleben... Offen gesagt, wir könnten zu dem Punkt gelangen, wo der einzige Weg, die Erde zu retten der Kollaps der industriellen Zivilisation wäre". (Maurice Strong, erster Chef der UNEP, Organisator der Rio-Konferenz und heute Chefberater Kofi Annan's, zitiert in National Review, 1. Sept. 1997)

    ... soviel zum UN Umweltgipfel in Rio, Ende Juni 2012 (http://www.cdu.de/home/index_34528.htm)



    Ideologien haben im 20. Jahrhundert hunderten Millionen Menschen das Leben gekostet.

    Arbeiten Sie weiter daran, dass wir auch zukünftig in einer freien und selbstbestimmten Gesellschaft in Wohlstand leben können und die nur ideologisch begründbaren, zwangswirtschaftlichen Zukunftsszenarien, genannt "Energiewende", oder "Große Transformation" (WBGU) Fiktion bleiben.

  • #4

    karl.seegert (Mittwoch, 13 Juni 2012 13:13)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,
    es freut mich, auch in der CDU eine kritische Stimme mit Gewicht wider dem Klimaschutz und Energiewendewahn vernehmen zu können, wie sie auch schon in der FDP vereinzelt zu hören sind. Für mich ist dennoch sowohl die CDU, als auch die FDP aufgrund der Abkehr von marktwirtschaftlichen Prinzipien, hin zu immer mehr Planwirtschaft und Bevormundung, jedenfalls derzeit nicht wählbar. Wenn ich Öko wählen will, dann wähle ich das Original und keine Partei, die sich ein grünes Mäntelchen umgehängt hat und alles über Bord wirft, wofür diese mal gestanden hat. Es bleibt mir also nur, nicht zu wählen. Verstehen Sie mich nicht falsch, ich will damit keinesfalls gesagt haben, dass Umweltschutz nicht notwendig ist. Aber damit meine ich nicht den Schutz der Umwelt vor den Menschen, wie ihn grüne Ideologen und deren Handlanger (grüne NGO`s) verstehen. Ich will Sie dennoch ermutigen, in Ihren Bemühungen nicht nachzulassen. Glauben Sie mir eines, Herr Vaatz, ein großer Teil der Bevölkerung denkt wie Sie und ich und die Kommentatoren vor mir. Genügend Stimmen für eine Rückbesinnung auf ursprüngliche Werte und Ideale sind Ihnen da sicher. Dafür hätten Sie dann auch wieder meine Stimme. Versprochen!

    Mit freundlichen Grüßen
    karl.seegert

  • #5

    A.Jeskulke (Mittwoch, 13 Juni 2012 17:09)

    Sehr geehrter Herr Vaatz
    Ich möchte mich in allen Punkten meinen Vorkommentatoren anschließen. Als altes CDU Mitglied hatte ich während der Fukushima Katastrophe noch die Möglichkeit im internen Forum von einigen sachkundigen und technisch versierten Mitgliedern sachlich über die Vorgänge dort nach dem Erbeben informiert zu werden. Leider ist uns Mitgliedern diese Möglichkeit genommen. Die jetzige Diskussionsform über CDUplus und Facebook ist kein gleichwertiger Esatz für eine selbstbestimmte Diskussion der Mitglieder.
    Ich bin mehr als besorgt darüber, dass sich die derzeitige Führung unserer Partei gegen alle Vernunft der ideologisch begründeten Angst vor Kernspaltung und Strahlen der Grünen gebeugt hat. Damit hat die CDU unter der jetzigen Führung aus meiner Sicht wieder ein großes Stück ihres eigenen Profils auf gegeben und läuft dem politischen Gegner nur hinterher. Und ich bin, wie gesagt besorgt darüber ob mit dem EEG die Stromversorgung für ein Industrieland Deutschland wirklich zufrieden stellend gelöst wird. Ich denke, nach allen Informationen die ich dank einiger sachkundigern Mitglieder habe, eher nein. Bitte, kämpfen sie weiter dafür, im Rahmen ihrer Möglichkeiten, dass die CDU zurückkehrt zu einer Politik wirtschaftlicher und ökonomischer Vernunft!

  • #6

    Prof. Reinhold Krampitz, Magdeburg (Donnerstag, 14 Juni 2012 21:11)

    Es ist hohe Zeit, dass der größer werdende Kreis von Energie-Sachkundlern das Haupt erhebt zu "Energiewende - ein so weiter trägt den Ruch der Zerrüttung deutscher Industriepotenziale" in sich. Herrn Vaatz gebührt Dank, mit seinen Anmerkungen zu Schadenswirkungen des "Erneuerbare-Energien-Gesetzes" den vielleicht schwerwiegedsten Anfangs-Korrekturimpulse gesetzt zu haben. Im INTERET ist nachlesbar, wie in ähnlicher Situation die OBAMA-Adminisration mit dem lobbyistisch durchdrungenen Klima-Alarmismus in den USA nationale Ordnung geschafft haben möchte. Obamas Empfehlung an einzusetzende Arbeitsgruppen des Repräsentantenhauses ist u. a.: ... mehr unabhängiger technologischer Sachverstand in die Beratung der Regierung, ... er möchte die Lobby der "Dauergäste" in den Talkrunden gemieden sehen.
    Es ist eine nur erträumte Überhöhung menschlichen Könnens - eine bloße Anmaßung, dass wir Energie "erneuern" könnten; wie diese ganz hauptsächlich aus kern-energetischen Vorgängen in unserem Sonnensysten und den Tiefen der Erde an uns vorbei und durch uns hindurch flutet. Die Menschen haben gelernt, mit sehr viel technologischer Klugheit immer größere Anteile aus dem kosmischen Energiereichtum für die Gestaltung ihrer Lebensbedingungen einzusetzen.
    Schon zu lange überließen Energie-Fachleute - mit mit ihrem Wissen über 150 Jahre durchaus nicht schläfriger deutscher Energieforschung - die energiepölitische Entscheidungsebene den emotionalen Wallungen des Zeitgeistes. Da war doch: "Die Sonne schickt uns keine Rechnung", wie anders seine Stromrechng heute den Bürger belehrt. Den Brocken-Wanderer schreckt das weithin rotatorische Überflimmern der einst anheimelnden Börde-Landschaft, wofür die ökologisch sachkundige Bürgerschaft das Unwort "Verspargelung" erfunden hat.
    Keine Freude findet Sachsen-Anhalt mehr für sein Vorbild-Ansehen mit seiner Verfügbarkeit/Netzbelastung inzwischen von mehr als 50 % Alternativ-Energie. Das sonst hochzuverlässige deutsche Stromnetz wankt zwischen "kein-Wind/keine-Sonne-Phasen" und Starkwindphasen mit Energie-Überschüssen im Netz, die zuweilen mangels Kaufinteressen aus dem Netz "hinaus-verschenkt" werden müssen. Und noch immer verbreiten politische Beamte, und auch diesen verbundene Wissenschaftler, dass es gut wäre alsbald "emotionale 80 %" Alternativ-Energie im Bundes-Stromnetz Netz haben zu wollen. Schwierigkeien seien mit mehr Leitungen und Seichern überwindbar, ohne die auch damit aufkommenden Neu-Zusammenhänge abzuwägen. Aus meinem Abeitsumfeld haben sich schon reichlich Arbeitsplätze nach Asien verlagert. Ich zähle mich als Unternehmensgründer für "ELektro-Anlagenbau" zu den Gegenhaltern, damit uns am Ende nicht die Mindestlohn-Verwaltung über in D verbleibender Rest-Arbeitsplätze verbleibt.Als Atheist schätze ich die katholische Ethik-Forschung zur Energiefrage. Tief analysiert das christlich-ethische Bekenntnis: Gott hat den Menschen das Wissen um die Kern-Energetik gegeben, zu deren Wohlfahrt - wohl wissend, alle Technologien tragen Gefahren-Elemente in sich. Gott will den Menschen nichts Böses. Deshalb gab Gott den Menschen immer die Fähigkeit des Lernens mit, diese Gefahren zu beherrschen. Freilich müssen sich die Menschen darum bemühen. Es ist wohl ein Verstoß gegen Göttliches Erwarten, wenn - auch unter dem Besorgnis des deutschen Hochschulverbandes - deutsche Hohe Schulen kern-energetische Wissenschaftsarbeit in die Kategorie "kleine Lehrstühle" dezimieren.












    der Umwandlungsfähigket in uns gtenehme

  • #7

    thtr300 (Donnerstag, 14 Juni 2012 23:02)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,
    so wie Sie denken mindestens noch Herr Paul MDB und Herr Fuchs MDB. Ausserdem denkt so ein ganzer Schwung von Basismitlgiedern. Leider reden sie und Sie nicht miteinander, nicht mit der "aktiven" Basis und nicht mit dem Forum CDME, was genau dieses Ziel hat, eine Versachlichung des Ökowahnsinns. "Wir" die aktive Basis haben im cdu.net seit Fukushima jeden irrsinnigen Schritt dieser linksgrünen Führungsbande in der CDU kommentiert - Ergebnis? Das Formu wurde geschlossen und gelöscht, wer noch was sagen will von der Parteibasis, dessen Seele wurde an Facebook verkauft, die Datenkrake, die jetzt beginnt alle Details über die standhaft aktiven Mitglieder zu erfassen, damit wir dereinst vors Ökogesinnungsgericht kommen?

    Ich habe seitdem meinen Realnamen geändert in thtr300. Riskieren Sie mal einen Blick ins CDUPLUS Forum, wie da die Energiewende abgesägt wurde, NOCH ist das lesbar, bald wird es verwurstet oder gergröhet oder veraltmeiert? Und dann bleibt ein schnulziger Labersermon übrig. Die CDU zerbricht an ihren verkorksten Strukturen, etwas mehr Basisdemokratie, und es hätte NICHT die NRW-Wähler benötigt, um den Röttgen endlich abzusägen... Und die anderen Verschlimmbesserer der Energiewende sind auch bald fällig, es liegt an Ihnen ob Sie bis zur nächsten Bundestagswahl einsam rufen, oder ob wir uns endlich mal zusammentuen und diesmal die Titanic wenden bevor der Eisberg kommt (denn auch die wirds wohl noch wesentlich länger geben als Klima Angie sich hat weissmachen lassen...)
    MfG

    thtr3000

  • #8

    Ulrich Gnoth (Montag, 18 Juni 2012 19:28)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    Ihren schlüssigen Ausführungen kann ich mich nur anschließen. Ich möchte aber bitte ergänzen, dass Sie Biomasse-Energie leider aussen vor liessen. Denn Biomasse verfügt im Gegensatz zu Photovoltaik und vor allem Windkraft über den Vorteil der Kontinuität und Speicherbarkeit. Hier liegen durchaus noch Reserven in der Reihenfolge: Abfallverwertung - Rekultivierung und dann erst gezielter Anbau mit klarem Blick auf energetische Hektarerträge.

    Zum ersten: Laut amtlicher Angaben liegt Sachsen im hinteren Drittel bei der Erfassung von Grünschnitt und mein Landkreis, der Vogtlandkreis, ist das Schlußlicht in Sachsen. Diese Reserve gilt es zunächst zu nutzen, bevor Grünschnitt immer noch anaerob verfault und Baumschnitt im April und Oktober unter erheblicher Rauchentwicklung noch ganz offiziell und nutzlos abgefackelt werden dürfen.
    An zweiter Stelle kommt dann die Rekultivierung bisher nicht landwirtschaftlich nutzbarer Flächen mit geeigneten Kulturpflanzen, statt diese per Solarparks zuzupflastern und damit eigentlich vermeidbare Flächenversiegelungen vorzunehmen. Wie das geht, ist den Rekultivierern von Braunkohletagebauen von Leipzig über Senftenberg bis Sokolov/Falkenau seit Jahrzehnten bekannt.

    Zum Dritten: Erst dann gezielter Anbau von Nutzpflanzen zur Energiegewinnung. Es ist peinlich, mit anzusehen, wie hier sogar von unionsregierten Ländern die Weichen falsch gestellt werden. Zunächst sollte man mal Bio"diesel" komplett aus dem Rennen nehmen. Diese Brühe mit echtem Namen "Rapsmethylester" ist echtem Mineralöldiesel deutlich unterlegen und während der Kunde von Vergaserkraftstoff immer noch Wahlfreiheit hat, um "E10" zu umgehen, muss der Diesel-Kunde die Beimischung dieses Gebräus dulden. Hinzu kommt, dass der Flächenertrag bei Raps, von dem ja nur ein Teil der Samen nutzbar sein, um das Mehrfache unter dem anderer Energiepflanzen liegt. Das führt auch zu mehrfachen Belastungen der Ackerflächen mit Trend zu Monokulturen und vermehrtem Einsatz von Mineraldüngern und Pestiziden. Ertragreicher ist zwar der Mais, der in Biogasanlagen eingesetzt wird, jedoch analogen Trends unterliegt. Hier muss dringend politisch umgesteuert werden, z.B. in Richtung der Hochertragspflanzen Miscanthus und Igniscum, auch da diese Dauerkulturen darstellen, die über 20...25 Jahre ertragreich sind, während Raps und Mais jährlich neu ausgesät werden müssen.

    Diese Weichenstellungen erwarte ich als Agrarwissenschaftler eigentlich von allen Landwirtschaftsministerien von Bund bis Ländern.

    Was mich als Sachse auch noch bewegt, ist die Frage: Was wird aus Choren? Erst Einweihung der Beta-Anlage durch Frau Merkel und dann am Ende Insolvenz?

    An anderer Stelle Ihrer Website steht ein Link auf die Zusammenfassung der Sendung "Energiewende im Abklingbecken". Nun fand ich auch das komplette Video:

    http://www.zdf.de/ZDFmediathek/kanaluebersicht/aktuellste/1009864#/beitrag/video/1586234/log-in:-Energiewende-im-Abklingbecken

    Ich will das nicht wesentlich kommentieren. Nur soviel: Interessante Polarisation zwischen Ihnen und dem "Anti-Atom-Aktivisten" Jochen Stay. Ich bin mir mit Freunden aus mehreren Teilen Deutschlands darüber einig, dass Sie Ihre = unsere Position sachlich und fachlich fundiert erfolgreich vertreten haben. Besonders Ihr Vergleich "Energie-Rettungsschirm" hat m.E. ins Schwarze getroffen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Wenn die Energieunternehmen mit ihrer Klage durchkommen, wird es eng für die Bundesregierung. Natürlich wissen Sie und ich auf Grund ihrer Vitae sehr genau, welcher Unsinn hinter Planwirtschaft steckt, nur brauchen auch marktwirtschaftlich geführte Unternehmen über gewisse Zeiträume Planungssicherheit, was natürlich etwas ganz Anderes ist. Das betrifft sowohl die überhastet "von oben befohlene" Abschaltung der KKW als auch PV, wo man immer wieder unberechenbar mit "Deckelungen" jongliert als auch hilflos gegenüber China-Billigimporten jongliert. Die USA haben sich ja schon dagegen gewehrt.

    In der TV-Sendung sprachen Sie von "Isolation". Ist das wirklich so? Sie Sind unter unseren Führungskräften nicht der einzige Energiewendekritiker. Als Beispiele nenne ich nur Dr. Michael Paul, Michael Fuchs oder Josef Schlarmann.

    Aber eine gewisse Isolation herrscht an der Basis. Deshalb haben sich vor reichlich einem Jahr einige einfache CDU-Mitglieder vernetzt und das Forum "Modern Energy" gegründet. Der Link lautet - wie im Eingangsbeitrag von Peter Ungerer erwähnt - http:/forum.cdme.info. Informationen unter info@cdme.info

    Machen Sie bitte weiter so, Herr Vaatz. Sie haben mehr Resonanz an der Basis als Sie glauben. Man muss die Gleichgesinnten nur finden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ulrich Gnoth



  • #9

    e.f. sachsen (Dienstag, 19 Juni 2012 11:03)

    ich kann mich den anderen kritischen meinungen nur anschließen. kleine ergänzung: Hartmut Bachmann(einem der am anfang dabei war, als vor 30 jahren das ganze konstrukt aus der taufe gehoben wurde, in der rockefelder foundation) schreibt in seinem buch "Die Lüge der Klimakatastrophe" wie das ganze als strategische Linie zustandekam und "meisterhaft" verbreitet wurde.
    Machen Sie weiter so, Herr Vaatz, unbedingt!!