Interview im Deutschlandfunk zum Thema Zwangsarbeit in der DDR

Einen Mitschnitt von dem Interview finden Sie hier:

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Kommentare: 5
  • #1

    E. K. (Mittwoch, 09 Mai 2012 13:14)

    Sehr geehrter Herr Vaatz,

    das haben Sie fein gemacht heute Morgen im DLF! Ihre Argumentation zu Zwangsarbeit in DDR-Gefängnissen für westdeutsche Industrieunternehmen ist wunderbar geeignet für Reinwaschungen heutiger Industrieunternehmen in der BRD, wenn es um unmenschliche Arbeitsbedingungen in Billiglohnländern geht, die Zulieferungen tätigen (Texttilindurstrie, Kakaoproduktion, ...). Sie können es ja nicht wissen.

    Wozu doch Antikommunismus alles gut ist!


    Mit freundlichen Grüßen,

    E. K.

  • #2

    Claus Isert (Mittwoch, 09 Mai 2012 13:39)

    Sehr geehrter Herr Vaatz, ich gratuliere Ihnen zu der klaren Stellungnahme heute morgen im Deutschlandfunk. Leider gibt es viel zu wenige, die in der Lage sind (und Willens) die Dinge zurückzurücken. Nämlich, den Medien und den Menschen zu erläutern, dass Ursache und Wirkung nicht durcheinander zu bringen sind. Leider ist das bezüglich der Medien ein sehr, sehr schwieriges Unterfangen. Denn mit der Klarstellung zwischen Ursache und Wirkung würde denen ein Großteil derer Meinungsmache entzogen. Ihr Interview hat auch Eindruck bei Herrn Kapern vom DLF gemacht. Sonst hätte er nicht die "Nachklappe" Medienschelte in seine Verabschiedung hineingenommen. Er ist es nämlich nicht gewohnt, dass jemand in einem Interview Dinge beim Namen nennt, die ihm nicht in den Kram passen.

  • #3

    Charlotte B. (Samstag, 12 Mai 2012 00:24)

    Sehr geehrter Herr Vaatz, hat Peter Kapern eigentlich gar nicht gewußt, dass Sie als Betroffener (als ehemaliger Insasse eines Gefängnisses, der nur 10-12% des Lohns für die Tätigkeit in Gefangenschaft erhielt) sprechen?

  • #4

    Andreas M. (Mittwoch, 16 Mai 2012 12:54)

    Dieses Interview ist ein erneutes Beispiel dafür, wie unver-besserliche Antikommunisten ihre Hetze gegen das souveräne und international anerkannte Cuba verbreiten, ohne jegliche Fakten und Beweise vorzulegen. Und das nennen Sie dann christlich, Herr Vaatz?

  • #5

    Melitta krischer (Samstag, 19 Mai 2012 00:11)

    Ic habe diee Interview leider nicht gehört und bediene mich des hier geschriebenen. Es wurde doch höchste Zeit dieses Thema anzusprechen.
    Ich selber, mein Mann und andere Familienmitglieder haben eine Zeit als pol. Häftlinge in der DDR Zwangsarbeit geleistet. Wir möchten natürlich entschädigt werden.Für mich ist die Sache ganz klar. Niemand ist nach der Vereinigung Deutschlands zu Schaden gekommen. Man hat sie alle laufen lassen. Es hat ja auch laut DDR Strafgesetzbuch keiner etwas verbrochen. Im Gegenteil. Die komplette Staatsführung, die Stasi einschl. die Honecker erfreuen sich an ihren Habseligkeiten.Und ich soll es hinnehmen alles verloren zu haben. Einschl.Schlafstörungen, Alpträumen, Angst in zu engen Räumen usw. Sie hätten uns auch einfach ausreisen lassen können. Das Prinzip war, so viel wie möglich aus uns Verrätern raus
    zu holen.Es dauert einfach zu lange bis die kompl. Wahrheit ans Licht kommt.Mit der Opferrente ist es doch auch so. Zwanzig Jahre mußten vergehen bis sich nur mal einer rührt. Und auch über eine Entschädigung für die Zwangsarbeit werden noch einige weg sterben. Das scheint der Plan zu sein.Wir sind jetzt nicht mehr leise. Es wird Zeit. Es ist 5 nach 12.