Pressemitteilung: Kubanische Bürgerrechtler in akuter Lebensgefahr

Anlässlich des EU-Lateinamerika-Gipfels erklärt der für Menschenrechte zuständige Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Arnold Vaatz MdB:

 

Die Europäische Union muss sich beim aktuell stattfindenden EU-Lateinamerika-Gipfel und darüber hinaus für das Leben und die Freiheit der kubanischen Dissidenten einsetzen, die vom Castro-Regime nur wegen ihrer kritischen Meinungsäußerungen verfolgt und unter menschenunwürdigen Bedingungen eingesperrt werden.

 

Drei kubanische Menschenrechtsverteidiger sind in akuter Lebensgefahr. Es besteht Anlass zu großer Sorge um das Leben von Dr. Guillermo Fariñas, Ariel Sigler Amaya und Normando Hernández González.

Seit Ende März wird der unabhängige Journalist und Psychologe Dr. Guillermo Fariñas künstlich ernährt. Er hat starkes Fieber, Schmerzen am ganzen Körper und Schüttelfrost. Der Hungertod des 42-jährige Regimekritikers Orlando Zapata Tamayo veranlasste Fariñas ebenfalls in den Hungerstreik zu gehen. Zapata hatte lediglich die Haftbedingungen gefordert, wie sie den Castro-Brüdern nach deren Umsturzversuch 1952 vom damaligen Batista-Regime gewährt wurden: Empfang von Besuchern und Journalisten, Briefe schreiben, Bücher lesen, Sport treiben. Fidel Castro musste nur 18 Monate seiner 15-Jahres-Strafe absitzen.

 

Ariel Sigler Amaya, Menschenrechtler und Ex-Boxer, ist im Gefängnis lebensgefährlich erkrankt. Er leidet an starken Schmerzen im Bauchbereich, im Becken, beim Wasserlassen und verliert große Mengen Blut. Das Castro-Regime weigert sich, Amaya die Ausreise in die USA aus humanitären Gründen zu bewilligen.

 

Normando Hernández González, Maschinenbauingenieur und unabhängiger Journalist, ist ebenfalls aufgrund der unmenschlichen Haftbedingungen sowie Gewalttätigkeiten der Gefängnisaufseher in so schlechter Verfassung, dass seine Familie um sein Leben bangt. Letzte Woche musste er für eine Blasenoperation auf die Intensivstation eines Militärkrankenhauses verlegt werden.

 

Die kubanischen Bürgerrechtler brauchen unsere volle Solidarität. Sie müssen als Stimme Kubas zur Kenntnis genommen werden. Europa muss endlich mit einer Stimme sprechen. Es muss den Hoffnungen der Kubaner auf eine Änderung der Verhältnisse in ihrem Lande Rechnung tragen und sie nicht durch eine beschwichtigende Politik ohne wirkliche Gegenleistung bitter entmutigen.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0